FIFA-Präsident Infantino: Weltmeister im Fliegen
Wichtige Fakten
- • Infantino reiste per Privatjet zu 24 WM-Spielen.
- • Gesamtflugstrecke: mindestens 50.122 km.
- • CO2-Ausstoß: etwa 516 Tonnen (entspricht 78 Jahresemissionen).
- • FIFA verspricht CO2-Reduktion um 50% bis 2030.
- • WM-Klimafußabdruck laut Studie: 9 Mio. Tonnen CO2.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat während der ersten zwei Wochen der Weltmeisterschaft 24 Spiele besucht und dabei mit einem Privatjet mindestens 50.122 Kilometer zurückgelegt. Laut BBC-Analysen verbrachte die Maschine vom Typ Gulfstream G650ER über 66 Stunden in der Luft. Die geschätzten CO2-Emissionen von etwa 516 Tonnen entsprechen dem jährlichen Ausstoß von rund 78 Durchschnittsmenschen.
Infantino legte dabei teils mehrere Tausend Kilometer täglich zurück, um Spiele in unterschiedlichen Städten zu sehen. Die FIFA rechtfertigte die Flüge mit Effizienzerwägungen, machte aber keine Angaben zu Kompensationsmaßnahmen. Klimaexperten kritisieren das Verhalten als unvereinbar mit den eigenen Nachhaltigkeitszielen der FIFA. Der Weltverband hat sich verpflichtet, die Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2040 Netto-Null zu erreichen.
Die diesjährige WM in den USA, Kanada und Mexiko gilt bereits als die klimaschädlichste aller Zeiten – ein Bericht prognostiziert neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalent.
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