Fleischersatz-Produktion in Deutschland erstmals leicht rückläufig
Wichtige Fakten
- • 2025 wurden 124.900 Tonnen Fleischersatz hergestellt, 1,2% weniger als 2024.
- • Seit 2019 hat sich die Produktion mehr als verdoppelt (+107%).
- • Fleischproduktion war wertmäßig 70-mal größer als Fleischersatz.
- • Pro-Kopf-Fleischverzehr stieg 2025 auf 54,9 kg (2024: 53,5 kg).
- • EU verbietet künftig Begriffe wie 'Veggie-Hühnchen' für Pflanzenprodukte.
Produktion von Fleischersatzprodukten rückläufig
Nach einem jahrelangen Boom ist die Produktion von veganen und vegetarischen Fleischalternativen in Deutschland 2025 erstmals leicht zurückgegangen. Laut Statistischem Bundesamt wurden 124.900 Tonnen hergestellt, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei hatte sich die Produktion seit 2019 mehr als verdoppelt.
Fleischkonsum wieder gestiegen
Während Fleischersatzprodukte in der Nische bleiben – wertmäßig ist die Fleischproduktion 70-mal größer – greifen Verbraucher wieder häufiger zu Fleisch. Der Pro-Kopf-Verzehr lag 2025 bei 54,9 Kilogramm, etwas mehr als in den beiden Vorjahren. Insgesamt wurden Fleisch und Fleischerzeugnisse im Wert von 45,2 Milliarden Euro produziert.
EU-Verordnung zu Produktbezeichnungen
In der EU wurde ein Kompromiss zur Kennzeichnung pflanzlicher Alternativen erzielt: Begriffe wie 'Veggie-Burger' oder 'Tofu-Wurst' bleiben erlaubt, während 'Veggie-Hühnchen' oder 'Tofu-Rippchen' künftig verboten sind. Die Regelung soll Verbraucher schützen und muss noch formal angenommen werden.
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