Flutkatastrophe an der Nepal-Tibet-Grenze: Hunderte Tote und Vermisste
Wichtige Fakten
- • Mindestens 162 Tote in Nepal, viele Vermisste.
- • 558 Vermisste in Tibets Gyirong County gemeldet.
- • 66 ausländische Touristen unter den Vermissten.
- • Ursache unklar: Kein Erdbeben registriert.
- • Klimawandel als möglicher Faktor, Ursache noch unklar.
Verheerende Schlammlawine
An der Grenze zwischen Nepal und Tibet haben massive Erdrutsche und Sturzfluten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach nepalesischen Angaben wurden zahlreiche Gebäude, Straßen und Fahrzeuge weggerissen. Besonders betroffen sind der Distrikt Nuwakot und die Grenzregion um Khadga Bhanjyang.
Hohe Opferzahl und Vermisste
Mindestens 162 Menschen kamen in Nepal ums Leben, Dutzende gelten weiterhin als vermisst. Auch auf der chinesischen Seite in Gyirong County forderte die Katastrophe Todesopfer, wobei die Behörden dort den Umfang der Verwüstung noch ermitteln. Viele ausländische Touristen, darunter auch Reisende aus Großbritannien, Indien und Kanada, werden vermisst. Die Behörden von Nepal und China warnen vor möglichen Folgeereignissen durch Stauseen und Bodeninstabilität.
Ursache und Auslöser
Erste Vermutungen, dass ein Erdbeben die Sturzflut ausgelöst haben könnte, bestätigten sich bisher nicht. Wissenschaftler untersuchen nun, ob schmelzende Gletscher oder Glazialablagerungen eine Kettenreaktion auslösten. Der Klimawandel begünstigt das Abschmelzen von Gletschern im Himalaya, wodurch sich instabile Seen ohne Entwässerungssystem kurzfristig in gefährliche Wellen von Schlamm und Gestein verwandeln können.
Soforthilfe und Schutzpläne
Such- und Rettungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren, einige Überlebende wurden in Krankenhäuser geflogen. Nepal bat um internationale Unterstützung. Experten plädieren mittelfristig für ein umfassendes Monitoring kaum zugänglicher Gletscherseen und eine bessere Vorbereitung der Bergdörfer auf derartige Extreme.
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