Forschung zu Immuntherapien für krebskranke Kinder zeigt erste Erfolge
Wichtige Fakten
- • Krebs ist zweithäufigste Todesursache bei Kindern in Deutschland.
Krebs bei Kindern: Herausforderungen und neue Therapieansätze
Krebs bei Kindern ist mit etwa 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland zwar selten, stellt aber die zweithäufigste Todesursache in dieser Altersgruppe dar. Die meisten Fälle können gut behandelt werden, doch Rückfälle sind problematisch. Herkömmliche Therapien wie Chemotherapie sind oft ungezielt und haben Langzeitfolgen, weshalb Forscher nach zielgerichteteren Alternativen suchen.
Immuntherapien als vielversprechender Ansatz
Da Tumore bei Kindern anders aufgebaut sind als bei Erwachsenen, helfen Standardmedikamente häufig nicht. Immuntherapien, insbesondere genetisch veränderte Zelltherapien, werden daher angepasst. Bei Blutkrebs zeigen sie bereits Erfolge, während solide Tumore wie in Niere oder Gehirn größere Herausforderungen darstellen, da sie eine schädliche Mikroumgebung bilden und sich schwer bekämpfen lassen.
Forschungserfolge und klinische Studien
Am Hopp Kindertumorzentrum in Heidelberg forscht Franziska Blaeschke mit ihrem Team an verbesserten Zelltherapien, die Immunzellen ausdauernder und wirksamer machen. Ein erster Erfolg: Ein Jugendlicher mit wiederkehrendem Nierentumor wurde erfolgreich behandelt. Nun sollen klinische Studien prüfen, ob diese Ergebnisse reproduzierbar sind, um künftig mehr Kindern zugutekommen zu lassen.
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