Parfüm und Schilddrüse: Experten entkräften Social-Media-Warnungen
Wichtige Fakten
- • Experten: Parfüm kann nicht durch Haut direkt zur Schilddrüse gelangen.
- • Schilddrüse liegt zu tief unter Muskeln für direkte Aufnahme.
- • Hautbarriere verhindert systemische Aufnahme von Duftstoffen.
- • EU-Kosmetikverordnung erfordert Sicherheitsbewertungen vor Markteinführung.
- • Einige Inhaltsstoffe können Hautreizungen oder Allergien auslösen.
Zusammenfassung
In sozialen Medien kursieren Warnungen, dass das Auftragen von Parfüm auf den Hals aufgrund der Nähe zur Schilddrüse gesundheitsschädlich sei. Experten wie Silke Hofmann von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entkräften diese Behauptung als wissenschaftlich nicht plausibel. Die Schilddrüse liegt zu tief unter Muskeln, und die Hautbarriere verhindert einen direkten Übergang von Inhaltsstoffen in das Organ.
Hintergrund
Zwar können bestimmte synthetische Chemikalien in Parfüms wie Phthalate oder flüchtige organische Verbindungen potenziell den Hormonhaushalt beeinflussen, doch fehlen laut Experten kausale Beweise und anerkannte Toxizitätsgrenzwerte. Die EU-Kosmetikverordnung schreibt Sicherheitsbewertungen vor, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Bekannte Nebenwirkungen von Parfüm umfassen hauptsächlich Hautreizungen, Ekzeme oder allergische Reaktionen, nicht jedoch Schilddrüsenprobleme.
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