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Gesellschaft 11.02.2026, 16:40

Masernfälle in Europa rückläufig, aber WHO warnt vor anhaltender Gefahr

In Europa sanken die Masernfälle 2025 um 75 Prozent auf 34.000 Fälle.

Wichtige Fakten

  • In Europa sanken die Masernfälle 2025 um 75 Prozent auf 34.000 Fälle.
  • Deutschland verfehlt die WHO-Zielimpfquote von 95 Prozent für zwei Dosen.
  • In Nordamerika stiegen die Fälle stark an, mit Tausenden Infektionen und Todesfällen.
  • Eine infizierte Person steckt durchschnittlich 18 ungeimpfte Menschen an.

Rückgang der Masernfälle in Europa

Die Zahl der Masernfälle in Europa ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in den 53 Ländern der europäischen Region rund 34.000 Erkrankungen gemeldet, etwa 75 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch in Deutschland sank die Zahl der gemeldeten Fälle im Vergleich zu 2024. Die WHO führt den Rückgang unter anderem auf verstärkte Bekämpfungsmaßnahmen zurück, warnt jedoch davor, dass größere Ausbrüche weiterhin möglich sind.

Deutschland verfehlt Impfquote

Deutschland gilt weiterhin nicht als masernfrei und erreicht nicht die von der WHO empfohlene Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung. Besonders für die zweite Impfdosis wird die Quote verfehlt. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Kombi-Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln im Alter von elf und 15 Monaten. Masern können schwere Komplikationen wie Hirnhautentzündungen verursachen und in seltenen Fällen tödlich verlaufen.

Besorgnis über Nordamerika

Die WHO zeigt sich besorgt über die Situation in Nordamerika, wo die Masernfälle stark gestiegen sind. In Mexiko wurden von Anfang 2025 bis Mitte Januar 2026 mehr als 7.000 Fälle und 24 Todesfälle erfasst. In Kanada gab es über 5.500 Infektionen und zwei Todesfälle, in den USA über 2.400 Erkrankungen und drei Todesfälle. Angesichts der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft betont die WHO, dass hohe Impfquoten der wirksamste Schutz gegen eine erneute Ausbreitung bleiben.

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