Freitag, der 13.: Zwischen Aberglaube und Statistik
Wichtige Fakten
- • Statistiken zeigen keine erhöhte Unfallrate an Freitagen, dem 13.
- • Der Aberglaube stammt aus christlichen und nordischen Mythen.
- • Krankenkassen melden keine auffälligen Krankmeldungen an diesem Tag.
- • In anderen Kulturen gelten andere Tage oder Zahlen als Unglücksbringer.
- • Aberglaube hilft Menschen, abstrakte Risiken greifbarer zu machen.
Statistische Entwarnung
Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg und globale Daten zu Flugzeugabstürzen seit 1945 zeigen, dass es an Freitagen, dem 13., nicht zu signifikant mehr Unfällen kommt als an anderen Freitagen. Freitage sind generell unfallträchtiger durch mehr Verkehr, aber nicht speziell der 13. Tag. Krankenkassen wie die AOK bestätigen, dass an diesen Tagen keine auffällige Steigerung von Krankmeldungen auftritt.
Kulturelle und psychologische Ursachen
Die Kulturwissenschaftlerin Karin Bürkert erklärt, dass der Aberglaube auf religiösen und mythologischen Erzählungen basiert: Freitag ist mit Karfreitag verbunden, und die Zahl 13 bezieht sich auf Judas im Christentum und den nordischen Gott Loki. Dieser Mythos verstärkte sich in den 1950er-Jahren durch den US-amerikanischen 'Black Friday'. Aberglaube entsteht oft, wo Menschen nach Orientierung suchen, um Ängste zu erklären und Entlastung zu schaffen, wie Risikoforscher Hans Müller-Peters betont.
Internationale Perspektiven und moderne Relevanz
Freitag, der 13., ist kein weltweites Phänomen: In Spanien gilt Dienstag, der 13., als Unglückstag, in Italien Freitag, der 17., und in China und Japan die Zahl 4. Eine israelische Studie von 2025 zeigt, dass Aberglaube immer noch existiert, aber stark vom individuellen Denkmuster abhängt. Das Fehlen der 13 in Flugzeugen und Fußballtrikots verdeutlicht, dass viele Menschen ihr Glück nicht herausfordern wollen, obwohl die Statistik keine Grundlage für Ängste bietet.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.