G20-Gipfel der Finanzminister: Russland sorgt für Eklat – kein Gruppenfoto mit Siluanow
Wichtige Fakten
- • Russischer Finanzminister Siluanow nimmt erstmals seit Kriegsbeginn persönlich an G20-Treffen teil.
- • Europäische G20-Staaten boykottieren das gemeinsame Gruppenfoto aus Protest.
- • Deutschlands Finanzminister Klingbeil forderte Russland direkt zum Kriegsende auf.
- • Das Weiße Haus verteidigt die Einladung als Schritt zur Beendigung des Ukraine-Konflikts.
- • Mehrere Journalisten, inklusive Bloomberg, wurden von der Berichterstattung ausgeschlossen.
G20-Treffen ohne Einigkeit
Beim G20-Finanzministertreffen in Asheville, USA, sorgte die Anwesenheit des russischen Finanzministers Anton Siluanow für Verstimmung. Es war seine erste persönliche Teilnahme seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Die europäischen Mitglieder, einschließlich Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil, reagierten verärgert und verweigerten ein gemeinsames Gruppenfoto mit der russischen Delegation.
Klingbeils klare Worte
Klingbeil kritisierte die einladende US-Regierung scharf, die Russland 'wie einen normalen Gast' empfangen habe. Trotzdem nutzte er die gemeinsamen Sitzungen für direkte Gespräche und forderte Siluanow auf, den Krieg zu beenden. Deutschland werde die Ukraine weiterhin unterstützen. Er betonte, Russland sei Teil der G20 und Dialog sei wichtig, jedoch dürfe es keine Normalisierung geben.
US-Verteidigung und Pressefreiheit
Das Weiße Haus rechtfertigte die Einladung mit dem Ziel, eine Vereinbarung zur Beendigung des Blutvergießens zu erreichen. Zusätzlich sorgte die Ausladung mehrerer Journalisten, darunter Bloomberg, für Kritik. Klingbeil nannte das Vorgehen gegenüber der internationalen Presse inakzeptabel. Die Bundesregierung versuchte diplomatisch zu intervenieren, blieb bei Bloomberg jedoch erfolglos.
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