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International 31.08.2026, 16:44 Aktualisiert: 31.08.2026, 18:01

Wadephul in Nordafrika: Stabilität statt Migration?

Wadephul besucht Tunesien und Algerien (31.08.2026).

Wichtige Fakten

  • Wadephul besucht Tunesien und Algerien (31.08.2026).
  • EU zahlte 900 Millionen Euro an Tunesien für Migrationskontrolle.
  • Schwere Vorwürfe: Gewalt, Aussetzungen in der Wüste.
  • Tunesien in drei Jahren profitable Migrationsroute reduziert.
  • Demonstrationen wegen Wasser- und Strommangel, autoritärer Staat.

Situation und Reiseanlass

Bundesaußenminister Johann Wadephul besuchte Tunesien und Algerien, um über Wirtschaftskooperation, Sicherheit und Migrationssteuerung zu sprechen. Die Spanische Exklave Ceuta war im Juli Schauplatz massiver Migrantenströme, die das Thema wieder auf die europäische Tagesordnung brachten.

Deutschland und Tunesien: Wirtschaft & Partnerschaft

Wadephul betonte, Deutschland sei drittwichtigster Exportmarkt für Tunesien. Viele junge Tunesier studieren in Deutschland, Fachkräfte arbeiten im deutschen Gesundheitswesen. Kooperationen, etwa bei regenerativen Energien in Algerien, sowie die deutsche Entwicklungsbank Einfluss projekte lägen unverändert im Interesse Europas.

Kritik am EU-Migrationsabkommen von 2023

Das 2023 geschlossene EU-Tunesien-Abkommen umfasst rund 900 Millionen Euro für die Küstenwache und Sicherheitskräfte, die irreguläre Migration nach Europa unterbinden sollen. Migrationsforscherin Kohlenberger kritisierte massiv, dass dabei Menschen aus afrikanischen Drittstaaten in der Sahara ausgesetzt werden, oft ohne Wasser. Untersuchungen kommen zu verlustreichen – brutAL.

Todesfälle, laut letzter NGO-Schätzungen, seien signigikant. Kohlenberger und andere fordern die Einbeziehung grundlegender Menschenrechte und des EU-Wertekanon in alle Kooperationsabkommen mit Tunesien.

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