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Politik 16.06.2026, 11:55 Aktualisiert: 16.06.2026, 23:06

G7-Gipfel: Neue Sanktionen gegen Russland und US-Bereitschaft zu Vermittlung

Großbritannien sanktioniert erstmals russisches Flüssiggas.

Wichtige Fakten

  • Großbritannien sanktioniert erstmals russisches Flüssiggas.
  • Trump will Öl-Sanktionen gegen Russland bald wieder aufnehmen.
  • Selenskyj bittet Trump, Treffen mit Putin in den USA zu organisieren.
  • Deutschlands Außenminister Wadephul hält Friedensgespräche vor Sommer für möglich.
  • EU-Kommissionschefin von der Leyen: 'Das Blatt wendet sich für die Ukraine.'

G7 einigen sich auf weitere Sanktionen und Militärhilfe

Die G7-Staaten haben sich beim Gipfel im französischen Évian auf neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor verständigt, um den Druck auf Moskau zu erhöhen. Die Maßnahmen betreffen vor allem russisches Öl und Gas. Zusätzlich vereinbarten die Sieben weitere Militärhilfen für die Ukraine, insbesondere zur Stärkung der Luftabwehr. Der britische Premierminister Keir Starmer kündigte 70 neue Sanktionsmaßnahmen an, darunter gegen 20 Tanker der russischen Schattenflotte. Erstmals sanktioniert Großbritannien auch russisches Flüssiggas (LNG). Auch Kanada setzt unter Premierminister Mark Carney 162 neue Personen, Unternehmen und Schiffe auf die Sanktionsliste. US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden die Sanktionen gegen russisches Öl 'bald' wieder aufnehmen, nachdem sie zuvor im Zuge des Iran-Krieges gelockert worden waren.

Diplomatische Vorstöße für Frieden

US-Präsident Donald Trump forderte Russland auf, ein Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs zu schließen. Trump hatte am Sonntag sowohl mit Selenskyj als auch mit Putin telefoniert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die G7-Beschlüsse und erklärte, Russland werde den Krieg nicht gewinnen. Bei einem Treffen mit Trump und Macron bat Selenskyj den US-Präsidenten, ein Gipfeltreffen mit Putin in den USA zu organisieren. Deutschland-Außenminister Johann Wadephul hält Friedensgespräche noch vor dem Sommer für möglich, da keiner der Kriegsparteien einen klaren militärischen Vorteil habe. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem 'Fenster für die Diplomatie' und einer veränderten Dynamik zugunsten der Ukraine.

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