G7-Protest in Genf: Demo aufgelöst nach Krawallen
Wichtige Fakten
- • Etwa 20.000 Menschen demonstrierten in Genf gegen G7.
- • Polizei löste Protest auf, nachdem Gegenstände geworfen wurden.
- • Mehrere Autos brannten und Scheiben gingen zu Bruch.
- • Kritik an G7: fehlende Klima- und Entwicklungsagenda.
- • Erinnerung an schwere Krawalle beim G8-Gipfel 2003.
Demo in Genf verläuft zunächst friedlich
Vor dem G7-Gipfel im französischen Évian sind am Samstag mehrere Tausend Menschen in Genf auf die Straße gegangen. Das Bündnis 'No G7' hatte zu einem friedlichen Protest aufgerufen. Die Polizei gab die Teilnehmerzahl mit rund 20.000 an – deutlich weniger als die erwarteten 50.000. Zunächst verlief die Demonstration entlang der genehmigten Route friedlich, die Polizei hielt sich im Hintergrund.
Ausschreitungen und Polizeieinsatz
Im Verlauf des Nachmittags kam es jedoch zu mehreren Vorfällen. Einzelne Demonstranten warfen Gegenstände auf die Polizei, setzten Autos in Brand und rissen Sperrholzplatten ab, mit denen zahlreiche Geschäfte ihre Schaufenster verbarrikadiert hatten. Auch Scheiben gingen zu Bruch. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein und ordnete die Auflösung der Demonstration an. Die Sicherheitskräfte sind mit über 7.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.
Kritik an G7 und Forderungen
Die Demonstranten kritisierten die G7 als 'illegitime und überholte Institution'. In einem Manifest hieß es, die Großmächte träfen Entscheidungen zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung. Besonders richteten sich die Proteste gegen US-Präsident Donald Trump. Die Organisatoren beklagten, dass Themen wie Klimawandel und Solidarität mit Entwicklungsländern nicht auf der Agenda stünden. Der Protest fand in Genf statt, weil Frankreich keine Demonstrationen in Évian erlaubte.
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