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International 16.02.2026, 07:00 Aktualisiert: 16.02.2026, 10:05

Gazas Wirtschaft am Boden: 80 Prozent Arbeitslosigkeit trotz Waffenruhe

Die Arbeitslosigkeit in Gaza wird auf 80 Prozent geschätzt.

Wichtige Fakten

  • Die Arbeitslosigkeit in Gaza wird auf 80 Prozent geschätzt.
  • Gazas Wirtschaft schrumpfte auf nur noch 13 Prozent der Vorkriegsgröße.
  • Humanitäre Hilfe erreicht viele, deckt aber nur Grundbedürfnisse ab.
  • Frische Lebensmittel sind verfügbar, jedoch zu extrem hohen Preisen.
  • Der Wiederaufbau stockt trotz Waffenruhe vom Oktober.

Wirtschaftliche Zerstörung und humanitäre Krise

Trotz einer Waffenruhe seit Oktober bleibt die wirtschaftliche Situation in Gaza katastrophal. Die Arbeitslosigkeit wird von der UN auf etwa 80 Prozent geschätzt, und die Wirtschaft schrumpfte auf nur noch 13 Prozent ihrer Vorkriegsgröße. Humanitäre Organisationen wie das Welternährungsprogramm und World Central Kitchen verteilen Nahrungsmittel und Mahlzeiten an Millionen Menschen, doch diese Hilfe deckt lediglich Grundbedürfnisse ab. Für alles Weitere benötigen die Menschen Bargeld, das jedoch kaum verfügbar ist.

Hohe Preise und fehlende Jobs

Zwar sind inzwischen mehr frische Lebensmittel, Kleidung und Haushaltsgegenstände auf dem Markt erhältlich, doch die Preise sind exorbitant hoch. Viele Bewohner, wie der ehemalige Fischer Mansour Bakr oder der Händler Mohammed al-Far, suchen vergeblich nach Arbeit, um ihre Familien zu versorgen. Selbst hochqualifizierte Personen wie Bisan Mohammad, Absolventin der medizinischen Labortechnik, finden keine Anstellung. Die Infrastruktur, darunter Fischerei, Landwirtschaft und Gesundheitswesen, wurde durch den Krieg weitgehend zerstört.

Stockender Wiederaufbau und anhaltende Gewalt

Obwohl die Waffenruhe die Lieferung von Hilfsgütern erleichtert hat, kommt der Wiederaufbau kaum voran. Israelische Beschränkungen an Grenzübergängen und auf See behindern wirtschaftliche Aktivitäten. Zudem gibt es weiterhin gewaltsame Zwischenfälle, die die Unsicherheit erhöhen. Internationale Pläne für eine Stabilisierungstruppe, etwa aus Indonesien, sind im Gespräch, doch politische Hindernisse, darunter die Entwaffnung von Hamas und israelische Kontrollen, blockieren Fortschritte.

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