Gemeinsam statt einsam: Co-Housing als Modell der Zukunft?
Wichtige Fakten
- • 8,6 Mio. britische Haushalte sind Einpersonenhaushalte (30%).
- • 49,6% der über 65-Jährigen leben allein, Tendenz steigend.
- • In Devon leben 17 Menschen zwischen 4 und 70 Jahren in Co-Housing.
- • In UK gibt es über 120 Co-Housing-Projekte und 2000 Wartelistenplätze.
- • Dänemark hat 400 Co-Housing-Gemeinschaften, oft gefördert.
Wachsende Beliebtheit von Co-Housing in Großbritannien
Immer mehr Briten entscheiden sich für Co-Housing – gemeinschaftliche Wohnprojekte mit eigenem Wohnraum und gemeinsamen Einrichtungen. In Berry Park, Devon, leben 17 Menschen zwischen 4 und 70 Jahren zusammen. Sie haben ein ehemaliges Ferienhaus gekauft und in eine Wohngemeinschaft umgewandelt. Jeder zahlt 115 Pfund pro Monat für Nebenkosten. Die Bewohner betonen den Gewinn an Gemeinschaft und die Reduzierung von Einsamkeit. Laut UK Cohousing Network gibt es landesweit über 120 realisierte oder geplante Projekte und knapp 2000 Menschen auf der Warteliste.
Motive: Einsamkeit, Kosten und Zukunftssicherung
Hintergrund sind die steigende Zahl von Einpersonenhaushalten (30% aller Haushalte) und die wachsende Einsamkeit, vor allem bei Älteren. Fast die Hälfte der über 65-Jährigen lebt allein, fast eine Million sind häufig einsam. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und unsicherer Altersvorsorge suchen viele nach alternativen Wohnformen. In einer zweiten Gruppe in Tavistock planen Senioren ein Co-Housing-Projekt, um gemeinsam alt zu werden und sich zu unterstützen. Aus Dänemark gibt es etablierte Vorbilder: 400 Gemeinschaften, teils staatlich gefördert.
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