Genossenschaftlicher Dorfladen in Mecklenburg sichert Grundversorgung
Wichtige Fakten
- • Seit 2016 als Bürgergenossenschaft mit etwa 50 Mitgliedern geführt.
- • Sechs feste Mitarbeiter und Ehrenamtliche betreiben den Laden.
- • Mittagstisch und Paketannahme sind wichtige Zusatzleistungen.
- • 2024 Erweiterung mit 300.000 Euro EU-Fördergeldern umgesetzt.
Ein Erfolgsmodell gegen Ladensterben
In Bernitt, einer Großgemeinde in Mecklenburg, sichert ein Dorfladen als Bürgergenossenschaft seit 2016 die Grundversorgung, während anderswo viele solche Geschäfte schließen. Rund 50 Mitglieder unterstützen den Betrieb mit einem einmaligen Beitrag von 200 Euro, und sechs Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche führen den Laden, der mehr als nur ein Lebensmittelgeschäft ist: Er bietet Paketannahme, Mittagessen und Hilfe bei Behördengängen an.
Herausforderungen und Gemeinschaftsgeist
Der Laden profitiert besonders vom Mittagstisch, der zum Umsatz beiträgt, und gleicht rückläufige Einkäufe zu Jahresbeginn mit Events wie einem Burger-Abend aus. Trotz Minusgraden nutzen Einwohner das Angebot, da der nächste Supermarkt zehn Kilometer entfernt liegt. Im Gegensatz dazu musste der Dorfladen im Nachbarort Warnow schließen, nachdem Fördermittel ausliefen.
Zukunftssicherung durch Engagement
2024 wurde der Dorfladen in Bernitt mit 300.000 Euro EU-Mitteln erweitert, was die Verkaufsfläche fast verdoppelte. Die Engagierten betonen, dass Fördergelder allein nicht ausreichen, sondern das gemeinschaftliche Engagement der Genossenschaft der Schlüssel zum Erfolg ist, um tragfähige Strukturen aufzubauen und die Grundversorgung zu erhalten.
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