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Wissen 21.05.2026, 10:32 Aktualisiert: 21.05.2026, 15:02

Gentherapie lässt gehörlose Kinder wieder hören

Neun von zehn Kindern hören nach Gentherapie wieder.

Wichtige Fakten

  • Neun von zehn Kindern hören nach Gentherapie wieder.
  • Die FDA hat die Therapie Ende April 2026 zugelassen.
  • Bisher wurden Cochlea-Implantate eingesetzt.
  • Nur etwa zehn Kinder in Deutschland sind jährlich betroffen.
  • Die Langzeitergebnisse sind noch nicht bekannt.

Erfolg der Gentherapie bei OTOF-Taubheit

Rund zwei von 1.000 Kindern in Deutschland werden gehörlos geboren – oft aufgrund eines Gendefekts wie der OTOF-Taubheit. Eine neue Gentherapie zeigt nun nach Studienergebnissen sensationelle Erfolge: Neun von zehn behandelten Kindern gewinnen ihr Gehör zurück. Dabei wird über einen feinen Katheter ein gesundes Gen mithilfe von Viren in das Innenohr eingeschleust. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Therapie Ende April in den USA zugelassen.

Vorteile und Grenzen der neuen Behandlung

Die Gentherapie korrigiert die Ursache des Hörverlusts, während bisher meist Cochlea-Implantate eingesetzt wurden. Die Mediziner betonen die Sicherheit der Methode: Selbst bei erfolgloser Behandlung können Kinder weiterhin mit Implantaten versorgt werden. Allerdings sind Langzeitergebnisse noch offen, und die OTOF-Taubheit betrifft nur rund zehn Kinder pro Jahr in Deutschland. Dennoch sehen Experten großes Potenzial, da über 250 Schwerhörigkeits-Gene bekannt sind.

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