Gentherapie lässt gehörlose Kinder wieder hören
Wichtige Fakten
- • Neun von zehn Kindern hören nach Gentherapie wieder.
- • Die FDA hat die Therapie Ende April 2026 zugelassen.
- • Bisher wurden Cochlea-Implantate eingesetzt.
- • Nur etwa zehn Kinder in Deutschland sind jährlich betroffen.
- • Die Langzeitergebnisse sind noch nicht bekannt.
Erfolg der Gentherapie bei OTOF-Taubheit
Rund zwei von 1.000 Kindern in Deutschland werden gehörlos geboren – oft aufgrund eines Gendefekts wie der OTOF-Taubheit. Eine neue Gentherapie zeigt nun nach Studienergebnissen sensationelle Erfolge: Neun von zehn behandelten Kindern gewinnen ihr Gehör zurück. Dabei wird über einen feinen Katheter ein gesundes Gen mithilfe von Viren in das Innenohr eingeschleust. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Therapie Ende April in den USA zugelassen.
Vorteile und Grenzen der neuen Behandlung
Die Gentherapie korrigiert die Ursache des Hörverlusts, während bisher meist Cochlea-Implantate eingesetzt wurden. Die Mediziner betonen die Sicherheit der Methode: Selbst bei erfolgloser Behandlung können Kinder weiterhin mit Implantaten versorgt werden. Allerdings sind Langzeitergebnisse noch offen, und die OTOF-Taubheit betrifft nur rund zehn Kinder pro Jahr in Deutschland. Dennoch sehen Experten großes Potenzial, da über 250 Schwerhörigkeits-Gene bekannt sind.
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