Gewalt in Zügen: Jeder dritte Bahnmitarbeiter denkt über Kündigung nach
Wichtige Fakten
- • Fast jeder dritte Bahnmitarbeiter denkt über Kündigung nach.
- • Die Hälfte der Befragten erlebte bereits tätliche Angriffe.
- • 85% der Mitarbeiter mit Kundenkontakt wurden verbal attackiert.
- • 2025 gab es über 5.600 Gewaltdelikte in Zügen und Bahnhöfen.
- • EVG warnt vor massivem Personalverlust und Systemkrise.
Zunehmende Gewalt bedroht Bahnbetrieb
Laut einer Umfrage der Eisenbahn-Gewerkschaft (EVG) denkt fast jeder dritte Bahnmitarbeiter aufgrund zunehmender Gewalt in Zügen und Bussen über eine Kündigung nach. Die Hälfte aller Befragten wurde bereits Opfer eines tätlichen Angriffs, bei verbalen Attacken liegt die Zahl noch höher. Insbesondere Mitarbeiter mit Kundenkontakt sind betroffen: 85 Prozent erlebten Beschimpfungen, Beleidigungen oder Bedrohungen.
Systemkrise durch Personalflucht
Die Gewaltdelikte in Zügen und auf Bahnhöfen stiegen 2025 auf über 5.600 Fälle. Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch warnt, dass die ausufernde Gewalt das gesamte System ins Wanken bringt. Ein so massiver Personalverlust sei für kein Unternehmen kompensierbar, und ohne Gegenmaßnahmen könnten bald massenhaft Züge und Busse wegen Personalmangels stillstehen.
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