Grünen-Chef Polanski räumt Falschaussage über Rotes Kreuz ein
Wichtige Fakten
- • Polanski räumte falsche Behauptung ein, Sprecher des Roten Kreuzes gewesen zu sein.
- • Polanski entschuldigte sich für Tweet, der Polizeigewalt bei Festnahme in Golders Green kritisierte.
- • Labour wirft Grünen vor, antisemitische Kandidaten nicht zu suspendieren.
- • Polanski kündigte verpflichtendes Antisemitismus-Training für Kandidaten an.
- • Grüne wollen harte Drogen legalisieren und regulieren.
Polanski räumt Falschaussage ein
Der Vorsitzende der Grünen Partei von England und Wales, Zack Polanski, hat eingeräumt, fälschlicherweise behauptet zu haben, Sprecher des Britischen Roten Kreuzes gewesen zu sein. Dies berichtete die BBC am Mittwoch. Polanski sagte im BBC-Radio, er habe Spendenaktionen für die Wohltätigkeitsorganisation organisiert, räumte aber ein, „das falsche Wort“ verwendet zu haben. Das Rote Kreuz betonte, als neutrale Organisation keine parteipolitischen Aktivitäten zu unterstützen.
Antisemitismus-Vorwürfe und Polizeikritik
Die Labour-Partei kritisierte Polanski scharf, weil er das Vorgehen der Polizei bei der Festnahme des Tatverdächtigen nach einem Messerangriff in Golders Green hinterfragt hatte. Polanski hatte einen Tweet geteilt, der den Beamten übermäßige Gewalt vorwarf, und sich später dafür entschuldigt. Labour warf Polanski vor, mit dem Täter zu sympathisieren. Zudem stehen mehrere grüne Kandidaten im Verdacht, antisemitische Kommentare verbreitet zu haben. Polanski kündigte als Konsequenz ein verpflichtendes Überprüfungsverfahren und Antisemitismus-Trainings für alle Kandidaten an.
Drogenlegalisierung und Wahlkampf
Im Interview verteidigte Polanski den Vorschlag der Grünen, harte Drogen zu legalisieren und zu regulieren, mit dem Verweis auf die gescheiterte Drogenbekämpfung. Die Partei hofft, bei den Kommunal- und Regionalwahlen am Donnerstag Zugewinne zu erzielen, insbesondere in städtischen Gebieten. Polanski selbst räumte ein, noch nicht bereit für das Amt des Premierministers zu sein.
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