Guantánamo nach 25 Jahren: Noch immer kein Prozessbeginn im 9/11-Verfahren
Wichtige Fakten
- • 15 Männer sind noch im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay inhaftiert.
- • Hauptangeklagter Khalid Sheikh Mohammed gilt als Mastermind hinter den 9/11-Anschlägen.
- • Foltervorwürfe gegen die CIA erschweren ein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren.
- • Ein Angeklagter wurde wegen Folterfolgen für verhandlungsunfähig erklärt.
- • Den Angeklagten droht vor einem Militärgericht die Todesstrafe.
Prozessverzögerungen und Foltervorwürfe
Knapp 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Hintermänner, darunter Khalid Sheikh Mohammed, noch immer nicht begonnen. Die Vorverhandlungen vor einem US-Militärgericht stecken fest, unter anderem weil Foltervorwürfe gegen die CIA ein ordnungsgemäßes Verfahren erschweren. Ein Angeklagter, Ramzi bin al-Shibh, wurde aufgrund von Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die auf Schlafentzug und Misshandlungen zurückgeführt werden, für verhandlungsunfähig erklärt.
Haftbedingungen und Betroffenenperspektiven
Von ursprünglich vielen Gefangenen sind heute noch 15 Männer in Guantánamo inhaftiert, deren Haftbedingungen sich laut Anwälten verbessert haben, während das berüchtigte Camp X-Ray geschlossen ist. Angehörige und Überlebende wie Colleen Kelly und John Grote reisen regelmäßig auf die Basis, um den Verfahren beizuwohnen. Sie wünschen sich beide Gerechtigkeit durch einen Prozess, sind sich aber uneinig über die Todesstrafe, die den Angeklagten droht.
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