Linken-Chef Pantisano entschuldigt sich nach Faschismus-Vergleich mit CDU
Wichtige Fakten
- • Luigi Pantisano bat um Entschuldigung für seine Aussage über „faschistische Politik“ der CDU.
- • CDU-Generalsekretär Linnemann fordert Rücktritt oder Klarstellung von Pantisano.
- • CSU-Generalsekretär Huber bezeichnet Pantisano als neuer Linken-Vorsitzender untragbar.
- • Pantisano bekräftigt Kritik am Rechtskurs der CDU und Sorge vor Zusammenrücken mit AfD.
- • Sachsen-anhaltinische Linke-Fraktionschefin von Angern nannte Aussage „nicht nur unglücklich, sondern inakzeptabel“.
Entschuldigung nach Faschismus-Vorwurf
Der neue Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano hat sich für seine Aussage entschuldigt, die CDU betreibe „faschistische Politik“. In einer Stellungnahme räumte er ein, seine Äußerung sei „verkürzt und in dieser Form falsch“ gewesen. Er bat insbesondere diejenigen in der CDU um Verzeihung, die sich klar für eine Brandmauer zur AfD einsetzten.
Schlagabtausch mit der Union
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte Pantisano ultimativ auf, entweder den Parteivorsitz niederzulegen oder zu erklären, dass die Aussage die Position der gesamten Linken widerspiegele. CSU-Generalsekretär Martin Huber nannte die Äußerung eine Gefahr für das demokratische Diskursklima. Zuvor hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther den Rücktritt von Pantisano gefordert.
Rückendeckung nur teilweise
Pantisano bekräftigte seine fundamentale Kritik am Rechtskurs der CDU, relativierte jedoch. In Teilen der Linken, etwa durch die sachsen-anhaltinische Fraktionsvorsitzende Eva von Angern, wurde sein Auftritt als „inakzeptabel“ gewertet. Pantisano war am vergangenen Samstag mit nur 53 Prozent der Delegiertenstimmen zum Co-Parteichef gewählt worden.
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