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Gesundheit 07.05.2026, 09:12 Aktualisiert: 07.05.2026, 18:01

WHO: Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff kein Beginn einer Pandemie

WHO bestätigt fünf von acht Hantavirus-Verdachtsfällen auf der 'Hondius'. (20 Wörter)

Wichtige Fakten

  • WHO bestätigt fünf von acht Hantavirus-Verdachtsfällen auf der 'Hondius'. (20 Wörter)
  • Deutsche Kontaktperson (65) wird symptomfrei in Düsseldorf behandelt. (12 Wörter)
  • Ursache vermutlich: Infektion des niederländischen Paares bei Vogelbeobachtung. (12 Wörter)
  • WHO: Hantavirus ist nicht mit Covid-19 vergleichbar, Übertragung nur bei engem Kontakt. (21 Wörter)
  • Schiff erreicht Teneriffa voraussichtlich am 10. Mai; alle an Bord werden getestet. (16 Wörter)

Weitere Entwicklungen: Drei Personen von Bord evakuiert

Am Mittwoch wurden drei Personen mit möglichem Hantavirus-Kontakt von der „Hondius“ geholt: eine 65-jährige Deutsche (Kontaktperson einer Verstorbenen, symptomfrei), ein Brite und ein Niederländer. Sie wurden nach Amsterdam geflogen und in Spezialkliniken gebracht. Die Deutsche wird vorerst im Uniklinikum Düsseldorf behandelt, ohne Symptome. Eine KLM-Stewardess mit leichtem Krankheitsgefühl wurde in Amsterdam isoliert und getestet.

Ursachensuche und Ausbreitung

Die WHO bestätigt inzwischen fünf der acht Verdachtsfälle. Bei einem Niederländer in Nijmegen wurde das Virus ebenfalls nachgewiesen. In Zürich wird ein Schweizer Passagier behandelt, der auf St. Helena das Schiff verließ. Die argentinische Regierung vermutet eine Ansteckung des niederländischen Ehepaares bei einer Vogelbeobachtung auf einer Mülldeponie, wo sie mit infizierten Nagetieren in Kontakt gekommen sein könnten. Die Provinz Feuerland meldet jedoch weiterhin keinen einzigen Hantavirus-Fall seit 1996. Die WHO schließt weitere Fälle aufgrund der langen Inkubationszeit nicht aus.

Reaktionen und Entwarnung

Die WHO betont, der Ausbruch sei nicht mit Covid-19 vergleichbar. Hantavirus werde nur durch engen, intimen Kontakt übertragen. Nothilfekoordinatorin Maria Van Kerkhove erklärte: „Das ist ein ganz anderes Virus.“ Dies bekräftigt auch Roman Wölfel, Leiter des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr. Die Reederei meldet, dass die fast 150 verbliebenen Personen an Bord symptomfrei sind; zwei niederländische Ärzte und zwei Epidemiologen betreuen sie. Das Schiff soll am 10. Mai Teneriffa erreichen.

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