Drei Tote nach Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff vor Kap Verde
Wichtige Fakten
- • Drei Tote auf der MV Hondius: niederländisches Ehepaar und Deutscher.
- • Zwei laborbestätigte und fünf Verdachtsfälle von Hantavirus.
- • 69-jähriger Brite in kritischem Zustand in Südafrika.
- • Schiff mit 149 Personen liegt vor Kap Verde fest.
- • WHO: Übertragung schwierig, Risiko für Öffentlichkeit gering.
Hintergrund und Opfer des Ausbruchs
Auf dem Polarkreuzfahrtschiff MV Hondius ist ein Hantavirus-Ausbruch ausgebrochen, bei dem drei Passagiere ums Leben kamen. Die Todesopfer sind ein niederländisches Ehepaar sowie ein deutscher National. Ein schwer erkrankter 69-jähriger Brite befindet sich auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der südafrikanischen Stadt Johannesburg; bei ihm wurde Hantavirus nachgewiesen. Die Todesursachen der anderen Passagiere werden noch untersucht. Die WHO bestätigte insgesamt sieben Fälle (zwei laborbestätigte, fünf Verdachtsfälle), darunter auch drei Personen mit milden Symptomen an Bord. Die niederländische Frau, die verstarb, war zuvor in St. Helena von Bord gegangen und später in Südafrika kollabiert.
Maßnahmen und aktuelle Lage
Das Schiff liegt vor der Küste von Kap Verde vor Anker, wo die Behörden das Anlegen verweigerten, um die lokale Bevölkerung zu schützen. Ein britisches und ein niederländisches Crewmitglied zeigen akute Atemwegssymptome, wobei einer mild und einer schwer erkrankt ist. Beide benötigen dringend medizinische Versorgung, eine Hantavirus-Infektion wurde bei ihnen jedoch nicht bestätigt. Die Niederlande bereiten eine medizinische Evakuierung per Spezialflugzeug vor, bei der auch die Leiche des Verstorbenen sowie eine dem Verstorbenen nahestehende Person transportiert werden sollen. Die Reeder erwägt, die Kanarischen Inseln als Zielhafen anzusteuern. Die Passagiere an Bord bleiben vorerst isoliert, die Stimmung wird als ruhig beschrieben.
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