Hepatitis-A-Ausbruch in Süditalien durch kontaminierte Meeresfrüchte
Wichtige Fakten
- • In Kampanien gab es 150 Hepatitis-A-Fälle seit Jahresbeginn
- • Fallzahlen sind zehnmal höher als der Durchschnitt früherer Jahre
- • Ursache sind kontaminierte Muschelzuchtanlagen durch Abwasser
- • Neapel erließ Verzehrverbot für rohe Meeresfrüchte in Lokalen
- • Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 20.000 Euro
Ausbruch in Kampanien
In der süditalienischen Region Kampanien ist die Zahl der Hepatitis-A-Fälle seit Jahresbeginn überdurchschnittlich gestiegen, mit etwa 150 gemeldeten Fällen, davon 84 in Neapel, was etwa zehnmal höher ist als der Durchschnitt der vergangenen Jahre.
Ursache und Reaktion
Die Ursache wird auf kontaminierte Muschelzuchtanlagen zurückgeführt, in die verunreinigtes Abwasser gelangt ist; als Reaktion erließ Neapels Bürgermeister ein absolutes Verzehrverbot für rohe Meeresfrüchte in öffentlichen Lokalen, mit verstärkten Polizeikontrollen und Bußgeldern bis zu 20.000 Euro bei Verstößen.
Gesundheitsmaßnahmen
Die Gesundheitsbehörden rufen zur Impfung gegen Hepatitis A auf, da das Virus ansteckend ist und eine Leberentzündung verursachen kann, wobei ältere oder vorerkrankte Menschen besonders gefährdet sind, aber keine chronische Verlaufsform wie bei Hepatitis B besteht.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.