Ruth Langsford fordert schnellere Demenz-Diagnosen
Wichtige Fakten
- • Ruth Langsford pflegt ihre 94-jährige Mutter Joan, die an Demenz leidet.
- • Ein Bericht der Alzheimer's Society zeigt durchschnittlich 3,5 Jahre Wartezeit auf Diagnose.
- • Langsford betont die Wichtigkeit einer frühen Diagnose für bessere Unterstützung.
- • Sie ist Botschafterin der Alzheimer's Society.
- • Die CEO der Alzheimer's Society kritisiert das System als von Verzögerung geprägt.
Die britische TV-Moderatorin Ruth Langsford, bekannt aus Sendungen wie "This Morning" und "Loose Women", hat sich für schnellere Diagnosen bei Demenz eingesetzt. Sie pflegt ihre 94-jährige Mutter Joan, die an Demenz leidet, und berichtet von den Herausforderungen im Alltag: "Ich lebe im Moment mit ihr, denn sobald ich zur Tür hinausgehe, erinnert sie sich nicht mehr, dass ich da war." Langsford betont, dass eine frühzeitige Diagnose entscheidend sei, um akzeptieren zu können, was passiert. Sie selbst habe auch die herzzerreißende Erfahrung mit der Demenz ihres Vaters Dennis gemacht, der 2012 starb.
Ein Bericht der Alzheimer’s Society, deren Botschafterin Langsford ist, zeigt, dass Demenzpatienten im Durchschnitt dreieinhalb Jahre zwischen ersten Symptomen und einer Diagnose warten. Michelle Dyson, Geschäftsführerin der Wohltätigkeitsorganisation, kritisierte das System scharf: "In einem digitalen Zeitalter sofortiger Antworten warten die Menschen immer noch viel zu lange auf eine Diagnose der tödlichsten Krankheit des Landes. Bei Krebs würde das nicht toleriert werden, aber bei Demenz ist es Routine." Sie forderte ein Ende von Verzögerung, Verleugnung und Vernachlässigung in der Demenzversorgung.
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