PMOS: Hormonstörung mit neuem Namen und Leitlinie für bessere Versorgung
Wichtige Fakten
- • PMOS ist die häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter.
- • Bislang weiß nur etwa jede dritte Betroffene von ihrer Diagnose.
- • Bei PMOS besteht ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall.
- • Eine Insulinresistenz gilt als zentrale Ursache der Hormonstörung.
PMOS - Die häufigste Hormonstörung bei Frauen
Etwa jede achte Frau ist von der Hormonstörung PMOS (früher PCOS genannt) betroffen, doch viele kennen die Erkrankung nicht. Ein internationales Fachgremium hat sich auf den neuen Namen PMOS geeinigt, der den Stoffwechsel und Hormonhaushalt stärker in den Fokus rückt. Zudem wurde erstmals eine deutsche Leitlinie speziell für Patientinnen veröffentlicht. Bislang wissen nur rund ein Drittel der Betroffenen von ihrer Diagnose, was ernste Folgen haben kann, da unbehandeltes PMOS das Risiko für Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.
Vielfältige Symptome und häufige Fehldiagnosen
Die Symptome variieren stark: unregelmäßiger Zyklus, Übergewicht, Akne, Haarausfall, vermehrter Haarwuchs, Müdigkeit und Depressionen. Dies führt oft zu langen Diagnosewegen, wie die Erfahrungen betroffener Frauen zeigen. Als zentrale Ursache gilt eine Insulinresistenz, die zu einem Überschuss an männlichen Hormonen führt. Daher stehen nicht nur der Zyklus, sondern auch Stoffwechsel und Hormonhaushalt im Mittelpunkt der neuen Leitlinie. Therapien umfassen unter anderem Bewegung, angepasste Ernährung und das Medikament Metformin.
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