Hitzewelle in Großbritannien: Rettungskräfte und Krankenhäuser am Limit
Wichtige Fakten
- • Rettungsdienste verzeichnen bis zu 4000 Anrufe pro Tag.
- • Senior:innen mit chronischen Erkrankungen sind besonders gefährdet.
- • Personen sollten ältere Angehörige regelmäßig kontaktieren und Flüssigkeit sicherstellen.
- • Dehydrierung wird als häufig vermeidbare Ursache genannt.
- • Einsatzkräfte erleiden selbst Symptome wie Dehydrierung während der Arbeit.
Hitzebedingte Notrufe & Belastung der Rettungskräfte
Während einer der längsten Hitzewellen in Großbritannien stehen Rettungsdienste im Südwesten des Landes unter erheblichem Druck. Wie BBC-Recherchen belegen, steigt die Anzahl hitzebedingter Notrufe mit der Außentemperatur – Spitzenwerte lagen bei über 4.000 Einsätzen täglich, mehr als im tiefsten Winter. Rettungskräfte in Exeter versorgen nicht nur Patient:innen mit Kreislaufproblemen, sondern auch chronisch Kranke. So etwa einen 55-Jährigen mit Asthma, der Atemnot und Überhitzungszeichen zeigte.
Besonders betroffen Alte und chronisch Kranke
Auch ein Einsatz bei einer Bewohnerin einer Seniorenresidenz zeigt, dass viele Notfälle vermeidbar sind. Bereits einfache Maßnahmen wie das Öffnen von Ventilatoren, ausreichend Wasser und Kontrollen könnten die Lage deutlich entschärfen. Vor allem ältere Menschen, die ihre Heizung auch bei Hitze nicht ausschalten, benötigen demnach mehr Unterstützung.
Fachleute appellieren an Nachbarschaftshilfe
Rettungssanitäter weisen darauf hin, dass nicht nur hohe Außentemperaturen gefährlich sind – die Kleidung behindert Wärmeabgabe, häufige körperliche Belastung und verschärfen das Problem. Expert:innen empfehlen, das Umfeld seiner Verwandten kritisch zu prüfen und etwa krankheitsbedingt anfällig lebende Menschen täglich zu kontaktieren.
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