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Klima 14.08.2026, 06:19 Aktualisiert: 14.08.2026, 23:06

Hitzewelle setzt Europas Stromversorgung zu

Ungarns AKW Paks nur noch mit 10% Leistung.

Wichtige Fakten

  • Ungarns AKW Paks nur noch mit 10% Leistung.
  • Rumäniens AKW Cernavodă beide Blöcke vom Netz.
  • Frankreich: 7.300 MW Atomkraft eingeschränkt.
  • Windstrom in Deutschland 60% unter Durchschnitt.
  • Hitzewellen verstärken Bedarf an Klimaanlagen.
  • Klimaresilienz wird für Energiesystem wichtiger.

Stresstest für Europas Energiesystem

Die anhaltende Hitze- und Dürreperiode setzt Europas Energieversorgung unter Druck. Thermische Kraftwerke, darunter Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke, müssen ihre Leistung reduzieren, weil Flüsse zu wenig Wasser führen und zu warm sind. Gleichzeitig steigt der Strombedarf für Kühlung und Klimatisierung. Die Folge sind Engpässe und höhere Großhandelspreise für Strom.

Atomkraft besonders betroffen

In Ungarn musste das AKW Paks wegen des niedrigen Donaupegels die Produktion drastisch drosseln, zeitweise lief es nur noch mit zehn Prozent Leistung. Auch in Rumänien wurden beide Blöcke des Kernkraftwerks Cernavodă abgeschaltet. In Frankreich sind bis zu 7.300 Megawatt Atomkraftleistung von Einschränkungen betroffen, da die Flüsse zu warm sind und die Kühlwasser-Einleitung begrenzt werden muss.

Erneuerbare Energien leiden ebenfalls

Die Dürre führt zu geringerer Wasserkraftproduktion in Norwegen, den Alpen und dem Balkan. Zudem sorgt eine windschwache Hochdrucklage in Deutschland für bis zu 60 Prozent unterdurchschnittliche Windstromerzeugung. Photovoltaik-Anlagen erzeugen trotz Hitze weiterhin hohe Strommengen, können aber die abendlichen Lastspitzen nicht abdecken.

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