Hitzewelle treibt Wasser- und Eisabsatz auf Rekord, Wasserversorgung bleibt angespannt
Wichtige Fakten
- • Rekordverkäufe: 77% mehr stilles Wasser, 90% mehr Speiseeis in letzter Juniwoche.
- • RKI: Hitzewelle im Juni verursachte ca. 5.100 hitzebedingte Todesfälle.
- • Fast 19% der Wasserversorger sehen Infrastruktur für Hitze kaum geeignet.
- • VKU-Gutachten: 800 Milliarden Euro Investitionsbedarf in 20 Jahren.
- • 63% der Unternehmen sehen kaum Fortschritte bei Wasserstrategie-Umsetzung.
Rekordabsatz bei Wasser und Speiseeis
Eine Hitzewelle Ende Juni mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius hat in Deutschland zu neuen Rekordverkäufen geführt. In der letzten Juniwoche stieg der Absatz von stillem Wasser um 77 Prozent und von Sprudelwasser um 63 Prozent im Vergleich zu einer durchschnittlichen Sommerwoche 2023-2025. Der Eisverkauf legte um 90 Prozent zu. Biermischgetränke und Limonaden verzeichneten ebenfalls kräftige Zuwächse von bis zu 63 Prozent. Das geht aus Auswertungen des Statistischen Bundesamts hervor.
Trinkwasserversorgung bleibt unter Druck
Eine Report Mainz-Umfrage unter über 140 Wasserversorgern ergab, dass knapp 19 Prozent die derzeitige Infrastruktur künftigen Hitzebelastungen als kaum oder gar nicht gewachsen sehen. 45 Prozent bewerten die Lage als 'gerade noch machbar'. München als Beispiel hat bereits umfassende Nutzungsverbote erlassen und Brunnen abgeschaltet. Ein vom Berufsverband VKU 2025 in Auftrag gegebenes Gutachten beziffert den Investitionsbedarf auf 800 Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren, davon 80 bis 120 Milliarden für Klimaanpassung.
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