Hitzewellen in Europa: Todeszahlen steigen, Versicherer warnen
Wichtige Fakten
- • S&P warnt vor höheren Prämien wegen Hitzewellen.
- • EU: Anteil der 65+ stieg von 16,4% (2004) auf 21,6% (2024).
- • Allein britische Hitzewellen (Mai/Juni) verursachten 2.877 weitere Todesfälle.
- • Vergleichszeitraum 2025: nur 1.504 Todesfälle im Sommer.
- • Ältere Menschen über 60 besonders gefährdet, wie Study zeigt.
Hitzewellen fordern immer mehr Todesopfer
Die diesjährigen Hitzewellen in Europa haben Schätzungen zufolge mindestens 35.000 Todesopfer gefordert – Tendenz steigend. Das beruht auf vorläufigen Daten aus der Hälfte der betroffenen Länder. Alternde Bevölkerung und extreme Sommerhitze verstärken die Gesundheitsrisiken besonders für Senioren.
Wirtschaft und Versicherer reagieren alarmiert
Zusätzlich zu den menschlichen Folgen warnen Ratingagenturen und Versicherer nun vor erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen. Aufgrund einer Welle von Todesfällen und Krankenhausbehandlungen durch Hitze rechnen sie mit deutlich höheren Prämien für Lebens- und Krankenversicherungen. Dadurch steigen die Kosten auf breiter Front, während gleichzeitig das Versicherungsrisiko für extreme Wetterlagen wächst.
Benachteiligt: vulnerable Gruppen – alte Menschen im Fokus
Untersuchungen zeigen, dass das Risiko hitzebedingter Leiden schon bei niedrigeren Temperaturen als bisher angenommen steigt. Alte Menschen über 60 und Vorerkrankte besonders betroffen. Die S&P Ratingsagentur streicht hervor, dass die steigende Zahl älterer Menschen in Europa das Risiko weitere Hitze-Todesopfer massiv erhöht – mit unabsehbaren Folgen für das Gesundheitssystem.
Neue Höchstwerte bereits Anfang August
Erst im August wurden etwa in Ungarn und Österreich Rekorde gebrochen, was vielen als Vorgeschmack auf weitere extreme Sommer gilt. Klimaforscher befürchten, dass solche Ereignisse nicht länger Einzelfälle bleiben, sondern zum neuen Normal werden.
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