Hohes Gericht in Großbritannien bestätigt Einsatz von Gesichtserkennung durch Polizei
Wichtige Fakten
- • Das High Court wies die Klage von Datenschützern gegen die Metropolitan Police zurück.
- • Die Kläger befürchteten Verstöße gegen Menschenrechte und Diskriminierung durch die Technologie.
- • Die Polizei nutzt die Technologie zur Identifizierung von gesuchten Personen in London.
- • Seit 2024 gab es laut Polizei 2.100 Festnahmen durch Gesichtserkennung.
- • Die Home Office plant, die Anzahl der Einsatzfahrzeuge von 10 auf 50 zu erhöhen.
Gerichtsentscheid
Das High Court in London hat eine Klage von Datenschützern gegen den Einsatz von Live-Gesichtserkennungstechnologie durch die Metropolitan Police abgewiesen. Die Kläger, darunter der Jugendarbeiter Shaun Thompson und Silkie Carlo von Big Brother Watch, argumentierten, dass die Technologie willkürlich und diskriminierend eingesetzt werde und gegen das Recht auf Privatsphäre sowie Versammlungsfreiheit verstoße. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Polizei keine Menschenrechts- oder Datenschutzgesetze gebrochen habe.
Polizeipraxis und Kritik
Die Metropolitan Police setzt die Technologie ein, um in ausgewählten Gebieten Londons Gesichter von Passanten mit einer Datenbank gesuchter Straftäter oder vermisster Personen abzugleichen. Bei Nichtübereinstimmung werden die Bilder sofort gelöscht. Polizeikommissar Sir Mark Rowley begrüßte das Urteil als "wichtigen Sieg für die öffentliche Sicherheit". Kritiker wie Thompson, der fälschlich identifiziert und festgehalten wurde, warnen vor Fehlern und einer Kriminalisierung Unschuldiger.
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