Huthi-Angriff auf saudische Tanker: USA führen 12. Nacht gezielte Schläge gegen Iran durch
Wichtige Fakten
- • Huthi greifen saudische Tanker Encelia und Layla im Roten Meer an.
- • USA führen 12. Nacht gezielte Schläge gegen Iran, zwei Tote gemeldet.
- • Iran schließt Straße von Hormus, stoppt drei Öltanker, einer explodiert.
- • Ölpreis Brent steigt auf über 95 Dollar pro Barrel.
- • China-Tanker testen Huthi-Blockade am Bab el-Mandeb.
Huthi greifen saudische Tanker im Roten Meer an
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben am Mittwoch zwei saudische Öltanker im Roten Meer attackiert – die „Encelia“ und die „Layla“. Die Miliz begründete den Angriff mit einer von ihr ausgerufenen Seeblockade gegen Saudi-Arabien und dem Vorwurf, die Schiffe hätten diese verletzt. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA bestätigte, dass die „Encelia“ getroffen wurde und ein Brand am Bug ausbrach. Verletzte gab es nach aktuellen Angaben nicht. Die Huthis drohen damit, ihre Operationen fortzusetzen und sprechen von einer „Belagerung für Belagerung“-Gleichung.
USA setzen Luftangriffe auf Iran fort
Parallel dazu führten die USA zum 12. Mal in Folge Nachtangriffe auf iranische Militärziele durch. Ziel seien maritimes Gerät, Raketen- und Drohnenlager, Küstenüberwachungsanlagen und Luftabwehr – so das US Central Command. Bei einem Angriff auf die irakische Grenzübergangsstelle Schalamtsche kamen nach iranischen Angaben zwei Menschen ums Leben, elf wurden verletzt. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) berichteten von erfolgreichen Vergeltungs-Operationen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Kuwait-Stadt. Der iranische Außenminister warnte: „Unser Verteidigungsansatz ist klar: Auge um Auge.“
Iran schließt Straße von Hormus – USA widersprechen
Die IRGC erklärte die Straße von Hormus nach von ihnen so beschriebenen Explosionen für „vollständig geschlossen“ und stoppte drei Öltanker auf einer verminten Route. Ein Tanker sei dabei explodiert und in Brand geraten, zwei weitere kehrten um. US Central Command hielt dagegen: Iran kontrolliere die Meerenge nicht, die Wasserstraße bleibe offen. Saudisches Öl wird hier wegen der Straßenblockade über eine Pipeline nach Dschidda im Roten Meer umgeleitet. Der Ölpreis Brent stieg am Donnerstag auf bis zu 95,31 US-Dollar – ein deutliches Zeichen neuer Panik an den Märkten.
Zwei chinesische Tanker testen Huthi-Blockade – Aus dem laufenden Krieg bei UN thematisiert
Zwei chinesische Rohöltanker mit insgesamt knapp vier Millionen Barrel saudischem Öl nähern sich dem Bab el-Mandeb – zum Test, wie strikt die Huthis die Blockade durchsetzen. Aus Sorge um die Durchfahrt war allein in dieser Woche der Schiffsverkehr abgewatscht. Diplomaten von ASEAN und weiteren Staaten appellierten – angeführt durch US-Außenminister Rubio – weiter, dass nur Freiheit der Schifffahrt gelte. Im Hintergrund verhandeln die USA und Saudi-Arabien ein neues Nuklearabkommen, das allerdings angesichts der Kriegsparallelen zu Kritik führt.
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