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International 23.07.2026, 04:27 Aktualisiert: 23.07.2026, 06:01

USA und Saudi-Arabien schließen umstrittenes Atomabkommen

USA und Saudi-Arabien unterzeichneten ein Nuklearabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie.

Wichtige Fakten

  • USA und Saudi-Arabien unterzeichneten ein Nuklearabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie.
  • Das Abkommen könnte Saudi-Arabien erlauben, Uran auf eigenem Boden anzureichern.
  • Kritiker warnen vor dem Risiko der Weiterverbreitung von Atomwaffen.
  • Der US-Kongress muss die Vereinbarung noch prüfen, wo Widerstand erwartet wird.
  • Das Abkommen enthält nicht das IAEA-Zusatzprotokoll für erweiterte Kontrollen.

Hintergrund des Abkommens

Die USA und Saudi-Arabien haben ein Abkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie geschlossen. Das US-Energieministerium teilte mit, dass Energieminister Chris Wright und sein saudischer Amtskollege Prinz Abdulasis bin Salman die Vereinbarung unterzeichnet haben. Laut US-Medien könnte das Abkommen den Weg für Urananreicherung in Saudi-Arabien ebnen. Saudi-Arabien erklärte, das Abkommen stärke die Diversifizierung der Energiequellen und die Zusammenarbeit beider Länder.

Kritik und Bedenken

Im US-Kongress gibt es großen Widerstand. Viele Abgeordnete lehnen eine Ausweitung atomarer Technologie im instabilen Nahen Osten ab, besonders im laufenden Krieg mit Iran. Experten warnen, dass Urananreicherung langfristig den Weg zu einem eigenen Atomwaffenprogramm eröffnen könnte. Das Abkommen enthält nicht das Zusatzprotokoll der IAEA für weitergehende Kontrollen. Demokraten wie Senator Edward Markey und Abgeordneter Brad Sherman kritisierten die Regierung scharf und wiesen auf die Heuchelei hin, Iran wegen seines Atomprogramms zu bombardieren, während Saudi-Arabien ähnliche Technologien erhält.

Wirtschaftliche und strategische Interessen

Die USA erhoffen sich wirtschaftliche Vorteile durch den Export von Nukleartechnologie und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Für Saudi-Arabien soll das Abkommen helfen, den Energiebedarf zu decken und mehr Erdöl exportieren zu können. Die Laufzeit des Abkommens beträgt Medienberichten zufolge 30 Jahre. Experten wie Rosemary Kelanic vom Defense Priorities Think Tank warnten, es sei töricht, Saudi-Arabien mitten im Krieg um das iranische Atomprogramm Urananreicherung zu gestatten.

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