Rubio und Lawrow treffen sich in Manila: EU verhängt schärfste Sanktionen seit Jahren
Wichtige Fakten
- • Rubio und Lawrow trafen sich am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila.
- • EU einigte sich auf das 21. Sanktionspaket, das schärfste seit vier Jahren.
- • Ölpreisdeckel für russische Exporte wird für zwölf Monate eingefroren.
- • Griechenland erhielt Ausnahme für LNG-Transport bis 2027.
- • EU verschob Einreiseverbot für russische Soldaten auf später.
Erstes persönliches Treffen seit September 2025
US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow trafen sich am Rande des ASEAN-Gipfels in Manila. Es war ihr erstes persönliches Gespräch seit September 2025. Thematisch stand die Ukraine im Mittelpunkt, aber auch die Normalisierung der Beziehungen wurde erörtert. Laut Tass dauerte das Gespräch mehr als eineinhalb Stunden. Lawrow bekräftigte Russlands Bereitschaft zu einer politischen Lösung, warnte jedoch vor weiteren Waffenlieferungen der USA an Kiew. Rubio betonte nach dem Treffen, dass eine Friedenslösung „neue Ideen“ erfordere, die bisher nicht auf dem Tisch lägen.
EU verhängt 21. Sanktionspaket: Umfangreichste Maßnahmen seit Jahren
Die EU hat sich auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt, das nach Angaben von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas das „größte seit vier Jahren“ ist und 218 Listungen umfasst. Es enthält Maßnahmen gegen über 100 Banken und Krypto-Firmen, 40 Schiffe der Schattenflotte und mehrere Ölraffinerien. Der Ölpreisdeckel wird für zwölf Monate eingefroren, um Russland von steigenden Weltmarktpreisen abzukoppeln. Streit gab es um eine Ausnahme für Griechenland, das russisches LNG bis 2027 transportieren darf – beantragt wurde dies durch die griechische Regierung im Gegenzug zur Zustimmung zum Paket. Ein Einreiseverbot für russische Soldaten, das diesseits heftig diskutiert wurde, wurde vertagt, heißt es aber in der Abschlusserklärung werde man die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Auswirkungen des Treffens unklar
Nach Einschätzung von Experten bleiben die Gespräche von Manila bislang ohne konkrete Ergebnisse. Russland hat seine Maximalforderungen nicht aufgegeben, und Putins Bereitschaft zu Friedensverhandlungen ist weiterhin nicht erkennbar. Die Ukraine forderte die Wiedereinsetzung von Ex-Verteidigungsminister Fedorow, was zu einer innenpolitischen Krise beiträgt. Der US-amerikanische Außenminister Rubio wiederholte in seinem Statement die Position: „Wir wollen den Krieg beenden, aber wir können keinen Frieden diktieren - den müssen beide Seiten wollen und darauf muss hinarbeiten können sie nur.“
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