ifo-Geschäftsklima auf Tiefstand: Iran-Krieg belastet deutsche Wirtschaft schwer
Wichtige Fakten
- • ifo-Index fällt auf 84,4 Punkte, niedrigster Stand seit Mai 2020.
- • Iran-Krieg treibt Energiepreise und bremst Konjunkturerholung.
- • Siemens Energy erreicht Rekordhoch bei 191,66 Euro.
- • Bundesregierung halbiert Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent.
- • Stillstand im Iran-Krieg sorgt für Unsicherheit an den Märkten.
ifo-Geschäftsklima bricht ein
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im April um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte gefallen – den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich aufgrund des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise dramatisch eingetrübt. Analysten hatten einen Rückgang auf 85,7 Punkte erwartet. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen wurden schlechter bewertet. Ifo-Präsident Clemens Fuest erklärte: „Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin.“ Die deutsche Wirtschaft verliere langsam die Zuversicht, und die Unsicherheit fresse sich durch die Unternehmen.
Siemens Energy mit Rekordhoch
Positiv abgehoben hat sich der Energiekonzern Siemens Energy. Dank starkem Wachstum in der Netztechnik-Sparte und optimistischerer Jahresprognosen stieg die Aktie auf ein Rekordhoch von 191,66 Euro. Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Nettogewinn von vier Milliarden Euro und ein Umsatzplus von 14 bis 16 Prozent. Auch die Tochter Siemens Gamesa reduziert ihre Verluste deutlich. Der Auftragseingang schnellte um fast 30 Prozent auf 17,75 Milliarden Euro.
Dax schließt leicht im Minus
Der Dax schloss am Freitag mit minus 0,11 Prozent bei 24.129 Punkten – die fünfte Verlustsitzung in Folge. Die Unsicherheit über den Iran-Krieg und die gesperrte Straße von Hormus belasten den Index. Zwischenzeitlich sorgten Meldungen über mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für Hoffnung, die jedoch schnell verflog. Die Ölpreise zogen wieder an.
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