Inflationsrate steigt im März durch Iran-Krieg auf 2,7 Prozent
Wichtige Fakten
- • Inflationsrate im März auf 2,7 Prozent gestiegen
- • Energiepreise zogen um 7,2 Prozent an
- • ifo-Institut: Preiserwartungen von Unternehmen auf Dreijahreshoch
- • EZB-Leitzinsen bleiben bei 2,0 Prozent
- • Iran-Krieg verursacht Knappheit an Öl und Gas
Inflationsanstieg im März
Die Inflationsrate in Deutschland ist im März sprunghaft auf 2,7 Prozent gestiegen, der höchste Wert seit über zwei Jahren. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Teuerung liegt damit deutlich über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Marke von zwei Prozent. Besonders stark verteuerte sich Energie mit einem Preisanstieg von 7,2 Prozent, der erste Anstieg seit Dezember 2023. Dienstleistungen wurden um 3,2 Prozent teurer, Lebensmittel um 0,9 Prozent.
Ursachen und Prognosen
Der Krieg der USA und Israel gegen den Iran hat zu einer Schließung der Straße von Hormus geführt, was Knappheiten bei Öl und Gas verursacht und die Weltmarktpreise in die Höhe treibt. Experten wie die Deutsche Bank erwarten nun eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,7 Prozent für das Jahr. Das ifo-Institut berichtet, dass mehr Unternehmen aufgrund steigender Energiekosten mit Preiserhöhungen planen, was das entsprechende Barometer auf den höchsten Stand seit drei Jahren brachte.
Historischer Kontext und EZB-Reaktion
Ähnlich wie im Ukraine-Krieg 2022, der die Inflation auf 6,9 Prozent trieb, droht nun eine länger anhaltende Phase der Teuerung. Die EZB hat die Leitzinsen vorerst bei 2,0 Prozent belassen, doch die Bundesbank warnt vor einem weiteren Anstieg der Inflationsrate in Richtung drei Prozent. Verbraucher fürchten, dass sich die höheren Kosten auch auf Supermarktpreise ausweiten könnten.
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