Spanien verschärft Luftraum-Sperre für US-Militär im Iran-Krieg
Wichtige Fakten
- • Spanien sperrt Luftraum für alle US-Flugzeuge im Iran-Krieg.
- • Verbot betrifft Starts von Boden und Überflüge militärischer Jets.
- • Begründet als Ablehnung eines völkerrechtswidrigen Krieges.
- • Spanien verweigert auch Nutzung gemeinsamer Militärstützpunkte für Operationen.
- • Spannungen mit USA wegen NATO-Verteidigungsausgaben bestehen weiter.
Spanien schließt Luftraum für US-Militärflugzeuge
Spanien hat seinen Luftraum für alle US-Flugzeuge gesperrt, die in den Krieg der USA und Israels gegen den Iran involviert sind. Das Verbot umfasst nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch Überflüge von Militärjets, die etwa von Stützpunkten in Großbritannien oder Frankreich operieren. Der stellvertretende Ministerpräsident Carlos Cuerpo begründete dies als Teil der Entscheidung, sich nicht an einem als einseitig und völkerrechtswidrig eingestuften Krieg zu beteiligen.
Diplomatische Spannungen mit den USA
Die Maßnahme verschärft die bereits bestehenden Spannungen zwischen der spanischen Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez und der US-Administration. Sánchez hatte zuvor öffentlich die Forderung von US-Präsident Trump abgelehnt, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben, was zu Drohungen mit einem NATO-Rauswurf und einem Handelsembargo führte. Die Regierung Sánchez war in der Vergangenheit auch durch einen Israel-kritischen Kurs aufgefallen.
Reaktionen und operative Auswirkungen
Verteidigungsministerin Margarita Robles bezeichnete den Krieg als "völlig illegal und völlig ungerechtfertigt" und bestätigte, dass Spanien den USA die Nutzung der gemeinsam betriebenen Militärstützpunkte Rota und Morón de la Frontera für Operationen im Iran-Konflikt verweigert. Bereits Ende Februar wurden 15 amerikanische KC-135-Tankflugzeuge von diesen Stützpunkten nach Frankreich und Deutschland verlegt. Die Sperre zwingt Militärflugzeuge, Spanien auf dem Weg in den Nahen Osten zu umfliegen, außer in Notfällen.
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