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Wirtschaft 30.03.2026, 08:25 Aktualisiert: 30.03.2026, 15:07

Iran-Krieg belastet Märkte: DAX verliert weiter, Aluminium im Fokus

Der DAX fiel um 0,3% auf 22.229 Punkte und verlor seit Februar 12,5%.

Wichtige Fakten

  • Der DAX fiel um 0,3% auf 22.229 Punkte und verlor seit Februar 12,5%.
  • Der Ölpreis (Brent) stieg auf fast 117 Dollar, nahe einem Rekordhoch.
  • Das ifo-Institut meldet höchste Preisplanungen der Unternehmen seit drei Jahren.
  • Iranische Angriffe auf Aluminiumproduzenten trieben den Preis um über 4% nach oben.
  • Die Inflationsrate in Deutschland könnte in der ersten Jahreshälfte über 2,5% steigen.

Aktienmärkte unter anhaltendem Druck

Der DAX ist angesichts des andauernden Iran-Krieges mit Verlusten in die neue Woche gestartet, fiel um 0,3 Prozent auf 22.229 Punkte und näherte sich damit wieder der Marke von 22.000 Punkten. Seit dem Zwischenhoch Ende Februar bei 25.406 Punkten summiert sich der DAX-Verlust nun auf 12,5 Prozent. Auch asiatische Börsen wie der Nikkei in Tokio verloren bis zu 2,8 Prozent, während der Ölpreis für Brent auf fast 117 Dollar pro Barrel stieg und sich einem Rekordhoch nähert. Investoren reagieren nervös auf die Eskalation im Nahen Osten, da keine diplomatische Lösung in Sicht ist, und US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Woche Zeit gegeben, die Straße von Hormus freizugeben.

Inflationssorgen und Rohstoffpreise nehmen zu

Die hohen Energiepreise infolge des Konflikts schüren Inflationsängste: Das ifo-Institut meldet, dass mehr Unternehmen in Deutschland Preiserhöhungen planen, mit dem höchsten Stand seit drei Jahren. Experten erwarten, dass die Inflationsrate in der ersten Jahreshälfte merklich über 2,5 Prozent steigen könnte. Die Europäische Zentralbank hält Zinserhöhungen für verfrüht, bleibt aber handlungsbereit. Zudem sind nun auch Aluminiumpreise im Fokus, nachdem iranische Angriffe auf wichtige Produzenten am Persischen Golf zu Schäden führten und den Preis an der Londoner Metallbörse um über vier Prozent auf 3.423 Dollar pro Tonne trieben.

Auswirkungen auf Unternehmen und Märkte

Die steigenden Rohstoffkosten bedrohen die Margen von Unternehmen, insbesondere in China, wo unabhängige Raffinerien weiterhin iranisches Öl importieren, jedoch höhere Preise zahlen. Gleichzeitig stehen Aktien wie die von Suss Microtec unter Verkaufsdruck, während andere wie RTL Group leicht zulegten. Die Region um den Persischen Golf steht für etwa neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion, und geringe Lagerbestände verschärfen die Angebotsschocks, was industrielle Abnehmer wie Airbus und Boeing belastet. Insgesamt bleibt die Unsicherheit hoch, da der Krieg weiterhin widersprüchliche Signale sendet und keine Atempause in Sicht ist.

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