Iran-Konflikt: USA greifen erneut an – Waffenruhe brüchig
Wichtige Fakten
- • USA griffen über 80 Ziele in Iran an.
- • Iran attackierte US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
- • USA setzten Ölsanktionen gegen Iran wieder in Kraft.
- • Drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus getroffen.
Neue US-Angriffe und iranische Vergeltung
Das US-Militär hat erneut Ziele in Iran bombardiert. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, mehr als 80 Ziele seien getroffen worden, darunter Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen und über 60 Boote der Revolutionsgarde in oder nahe der Straße von Hormus. Die USA begründeten die Angriffe als Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe am Vortag. Iran seinerseits griff US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen an und bezeichnete dies als Vergeltung.
Waffenruhe kurz vor dem Scheitern
Die bestehende Waffenruhe, die mit einem Memorandum of Understanding (MOU) am 17. Juni besiegelt wurde, ist stark gefährdet. US-Präsident Donald Trump erklärte, er halte die Waffenruhe für gescheitert. Die USA widerriefen zudem eine Ausnahmegenehmigung für iranische Ölexporte und setzten Sanktionen wieder in Kraft. Irans Außenministerium verurteilte den Schritt als Verstoß gegen das MOU und drohte mit weiteren Maßnahmen. Eine zweite Spalten der Vereinbarung, die die Kontrolle über die Straße von Hormus betrifft, ist umstritten.
Internationale Reaktionen
NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstützte die US-Angriffe und machte Iran für die Verletzung der Waffenruhe verantwortlich. Katar, das als Vermittler auftritt, machte Iran für den Beschuss eines LNG-Tankers verantwortlich. Ölpreise stiegen infolge der Eskalation deutlich an. Vermittlungsversuche für weitere Verhandlungen stocken.
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