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Politik 08.07.2026, 15:19 Aktualisiert: 08.07.2026, 18:02

Irak: Hunderttausende bei Trauerfeier für getöteten Ayatollah Chamenei

Chameneis Leichnam nach Nadschaf (Irak) überführt.

Wichtige Fakten

  • Chameneis Leichnam nach Nadschaf (Irak) überführt.
  • Zehntausende, nur Schiiten, sondern Sunniten und Christen.
  • Pro-iranische Milizen im Irak zeigen Stärke.

Die tagelangen Trauerzeremonien für Irans getöteten Obersten Führer Chamenei haben den Irak erreicht: Am 8. Juli 2026 strömten Zehntausende in die heilige schiitische Stadt Nadschaf, um den Sarg des Revolutionsführers zu begleiten. Die Veranstaltung vereint Staatsakt, religiöse Prozession und eine Machtdemonstration Irans und pro-iranischer Milizen im Irak.

Auf Luftaufnahmen ist ein Meer von Menschen zu sehen, die dem Wagen mit dem Leichnam folgen. Vertreter der Milizen sprachen von mehreren Millionen Teilnehmern. Viele Pilger reisten aus dem ganzen Irak an, so wurden etwa 150 Busse allein aus Basra entsandt.

Der irakische Regierungschef empfing den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian am Flughafen. Neben schiitischen waren auch sunnitische und christliche Würdenträger anwesend. Die Zeremonie unterstreicht den iranischen Einfluss in Bagdad, der seit dem Sturz Saddam Husseins über politische Verbindungen und schiitische Milizen ausgeübt wird — ein Teil der sogenannten Achse des Widerstands.

Von Kerbela aus wird der Leichnam zurück in den Iran gebracht und in Machhad, seiner Heimatstadt, beigesetzt.

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