Iran-Krieg: Klingbeil warnt vor G7-Gipfel vor globalen Wirtschaftsfolgen
Wichtige Fakten
- • G7-Finanzminister beraten in Paris über wirtschaftliche Folgen des Iran-Kriegs.
- • Iran hat neuen Vorschlag für Verhandlungslösung über Pakistan an USA übermittelt.
- • USA fordern laut Medien Iran zur Reduzierung auf eine Atomanlage auf.
- • US-Präsident Trump droht Iran erneut: 'Es wird nichts mehr von ihnen übrig bleiben.'
- • US-Sanktionsverzicht auf iranisches Öl soll laut Teheran angeboten worden sein.
G7-Finanzminister tagen zu Iran-Krieg
Zwei Tage lang beraten die G7-Finanzminister in Paris über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil warnte vor seiner Abreise, der Krieg sei 'eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft'. Der Konflikt habe die globale Wirtschaft stark beeinträchtigt, insbesondere durch die Blockade der Straße von Hormus. Europa setze auf Kooperation statt Konfrontation und auf offenen Handel, so Klingbeil. Bei dem Treffen soll auch über die Unterstützung der Ukraine und die Stabilisierung der Lieferketten gesprochen werden.
Diplomatie festgefahren – neuer Vorschlag aus Teheran
Die diplomatischen Bemühungen bleiben weiterhin stockend. Iran hat nach eigenen Angaben einen neuen Vorschlag für eine Verhandlungslösung übermittelt, inhaltliche Details nannte Außenamtssprecher Ismail Baghai nicht. Allerdings berichten iranische Medien, die USA hätten in ihrem Gegenvorschlag 'sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor' verlangt, darunter die Reduzierung auf eine Atomanlage. Teheran beharrt auf einer Einstellung der Kampfhandlungen, insbesondere der israelischen Offensive im Libanon, als Vorbedingung.
Drohungen und Sanktionssignale
US-Präsident Donald Trump drohte Iran erneut scharf: 'Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.' Am Dienstag will Trump mit seinen Sicherheitsberatern über militärische Optionen beraten. Gleichzeitig berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die USA hätten eine zeitweise Aussetzung der Ölsanktionen im Gegenzug für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus angeboten. Ein unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte Iran eindringlich zu ernsthaften Verhandlungen auf.
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