Hegseth beziffert Iran-Kriegskosten auf 37,5 Milliarden Dollar
Wichtige Fakten
- • Iran-Krieg kostet USA bisher 37,5 Milliarden Dollar.
- • Hegseth beantragte 67 Milliarden Dollar Nachtragshaushalt.
- • 18 US-Soldaten getötet, über 430 verletzt.
- • Huthi-Rebellen verhängten Seeblockade gegen Saudi-Arabien.
- • Brent-Ölpreis stieg auf 92,09 Dollar pro Fass.
Neue Kostenoffensive im Senat
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einer Anhörung im Senatshaushaltsausschuss erstmals die offiziellen Kosten des Iran-Krieges beziffert: 37,5 Milliarden Dollar. Der Betrag umfasst Ausgaben seit Kriegsbeginn am 28. Februar 2026 sowie erwartete Kosten bis Ende September. Allein die erste Kriegswoche soll 11,3 Milliarden Dollar verschlungen haben. Hegseth warb für einen Nachtragshaushalt von 67 Milliarden Dollar, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu sichern und verbrauchtes Material zu ersetzen. Der reguläre Verteidigungshaushalt für das nächste Fiskaljahr wurde auf 1,5 Billionen Dollar beantragt.
Proteste und Kritik an Kriegsführung
Die Anhörung wurde mehrmals von Anti-Kriegsprotestierenden unterbrochen. Demokratische Senatoren wie Patty Murray und Kirsten Gillibrand kritisierten die hohen Kosten und warfen der Regierung vor, einen endlosen Krieg zu führen. Senator Gary Peters bezeichnete Hegseth als „Versager“ und sprach von einem „ewigen Krieg“. Hegseth konterte mit dem Vorwurf des „Trump-Wahn-Syndroms“. Auch in der Bevölkerung ist der Krieg unpopulär. Demokratische Quellen vermuten, dass die tatsächlichen Kosten weit höher liegen, da etwa der Wiederaufbau beschädigter Stützpunkte nicht enthalten sei.
Fortgesetzte Angriffe und neue Todesfälle
Die USA setzten ihre Luftangriffe auf Iran die elfte Nacht in Folge fort. Erstmals wurden wieder Explosionen in Teheran gemeldet. Iran reagiert mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion. Bisher wurden 18 US-Soldaten getötet und über 430 verletzt. Neu identifiziert wurde Sergeant Angel S. Rampersad, 28, aus New York, der bei einem Angriff in Jordanien ums Leben kam. Zuvor waren bereits zwei weitere Soldaten in Jordanien getötet worden. Ein US-Soldat starb im Irak bei der kontrollierten Sprengung einer iranischen Drohne.
Ölpreise steigen: Huthis blockieren Saudi-Arabien
Die jemenitischen Huthi-Rebellen verhängten eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien und zwangen mehrere Tanker zur Umkehr. Brent-Rohöl erreichte mit 92,09 Dollar pro Fass den höchsten Stand seit einem Monat. US-Außenminister Marco Rubio warnte vor einem gefährlichen Präzedenzfall durch iranische Kontrolle der Straße von Hormus. Das US-Zentralkommando teilte mit, dass Iran in den letzten drei Monaten über 30 Handelsschiffe angegriffen habe.
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