Iran-Krieg treibt grüne Aktien und Ölkonzerngewinne
Wichtige Fakten
- • Brent Rohöl stieg von 70 auf 126 Dollar pro Barrel.
- • Grüne Aktien legten seit April um 15% zu, Ölaktien minus 1%.
- • Shell meldet Gewinn von 6,92 Mrd. Dollar im ersten Quartal 2026.
- • Nordex-Aktie gewann seit Jahresbeginn über 60%.
- • Strait of Hormuz ist seit Kriegsbeginn praktisch geschlossen.
Kriegstreiber für Energiewende und Ölprofit
Der Iran-Krieg hat die Energiemärkte durcheinandergewirbelt. Seit dem Angriff der USA und Israels auf Iran am 28. Februar sind die Öl- und Gaspreise drastisch gestiegen. Der Preis für Nordseeöl Brent schoss von rund 70 auf bis zu 126 Dollar pro Barrel – ein Vierjahreshoch. Dies verstärkt weltweit den Wunsch nach Energiesouveränität und beschleunigt Investitionen in erneuerbare Energien.
Grüne Aktien im Aufwind
An der Börse sind Aktien von Unternehmen der Energiewende wieder gefragt. Der S&P Global Clean Energy Transition Index legte seit April um 15 Prozent zu, während der Ölindex leicht fiel. Besonders Windkraftproduzenten wie Vestas und Ørsted sowie deutsche Konzerne wie Siemens Energy und Nordex verzeichnen starke Kursgewinne. Die Nordex-Aktie notiert so hoch wie seit 2002 nicht mehr. Analysten betonen, dass nun nicht mehr nur der Klimaschutz, sondern vor allem die Energiesouveränität im Fokus steht.
Ölkonzerne mit Rekordgewinnen
Gleichzeitig berichten Ölkonzerne von sprudelnden Gewinnen. Shell erzielte im ersten Quartal 2026 einen Gewinn von 6,92 Milliarden Dollar, deutlich über den Erwartungen. Auch BP und Equinor verzeichneten starke Zuwächse. Grund sind die explodierenden Ölpreise und die Schließung der Straße von Hormuz, durch die normalerweise 20 Prozent des globalen Öl- und LNG-Verkehrs fließen. Die Gewinne der Konzerne stoßen jedoch auf Kritik von Umweltschützern, die eine stärkere Besteuerung fordern.
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