Iran-Krieg trifft Wirtschaft: Tankstellen-Schlangen und Exporteinbruch
Wichtige Fakten
- • Exporte und Importe Irans um bis zu 35 Prozent eingebrochen.
- • Etwa 400 Schiffe mit 6.000 Seeleuten im Persischen Golf gestrandet.
- • IMO verifizierte 70 Attacken auf Schiffe, 19 Seeleute getötet.
- • Teheran: kilometerlange Schlangen vor Tankstellen.
- • Iran will Benzinpreise erhöhen und Dollar-Abhängigkeit reduzieren.
Wirtschaftskrise im Iran bestätigt
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Interview im Staatsfernsehen eingeräumt, dass die US-Sanktionen der Wirtschaft schwer zusetzen. Die Exporte und Importe des Landes seien in den vergangenen Monaten um 25 bis 35 Prozent zurückgegangen. Er plädierte für eine Anhebung der stark subventionierten Benzinpreise, was politisch heikel ist, aber die Finanzlage verbessern könnte.
Versorgungsängste führen zu Tankstellen-Chaos
In Teheran führten Ängste vor Versorgungsengpässen zu kilometerlangen Schlangen vor Tankstellen, sogar mitten in der Nacht. Die staatlichen Subventionen erlauben den Kauf von 60 Litern Benzin zu reduzierten Preisen pro Monat, darüber hinaus wird Sprit teurer. Die Führung gab eine Erklärung ab, man werde dem US-Druck widerstehen und die Kontrolle über die Straße von Hormus behalten.
Internationale Lage und Blockaden
Die USA haben ihre Sanktionen verschärft und drohen mit Sekundärsanktionen für Länder und Unternehmen, die weiterhin Geschäfte mit Iran machen. Die US-Marine hält eine Seeblockade gegen iranische Häfen aufrecht. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO berichtet, dass etwa 400 Schiffe mit rund 6.000 Seeleuten im Persischen Golf festsitzen. Die Iranische Revolutionsgarde und das US-Militär beanspruchen beide die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus.
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