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International 15.02.2026, 06:00 Aktualisiert: 15.02.2026, 18:01

Iran fordert Sanktionsaufhebung als Bedingung für Atomkompromiss

Iran fordert Ende der US-Sanktionen als Voraussetzung für Atomkompromiss.

Wichtige Fakten

  • Iran fordert Ende der US-Sanktionen als Voraussetzung für Atomkompromiss.
  • Verhandlungen zwischen USA und Iran finden am Dienstag in Genf statt.
  • Iran lehnt Diskussion über Raketenprogramm und regionale Aktivitäten weiterhin ab.
  • Pentagon bereitet zweiten Flugzeugträger für Einsatz in der Region vor.
  • Iran betont, dass vollständige Einstellung der Urananreicherung nicht mehr verhandelbar ist.

Verhandlungsstand und Bedingungen

Vor den für Dienstag in Genf geplanten Atomgesprächen hat Iran erneut die Aufhebung der US-Sanktionen als zentrale Bedingung für einen Kompromiss genannt. Der iranische Vize-Außenminister Majid Takht-Ravanchi betonte im BBC-Interview, dass der Ball im Feld der Amerikaner liege, die beweisen müssten, dass sie eine Einigung wollten. Als Zeichen der Kompromissbereitschaft verwies er auf Teherans Angebot, das auf 60 Prozent angereicherte Uran zu verdünnen, machte aber deutlich, dass eine vollständige Einstellung der Urananreicherung für Iran "nicht mehr auf der Tagesordnung" stehe.

Konfliktpunkte und Drohkulisse

Die Positionen der Verhandlungspartner liegen weit auseinander: Während Iran nur über sein Atomprogramm und Sanktionen sprechen will, bestehen die USA zusätzlich auf Diskussionen über das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah und Hamas. Gleichzeitig hat das Pentagon einen zweiten Flugzeugträger für einen Einsatz in der Region vorbereitet, was die bereits angespannte Sicherheitslage weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit militärischen Angriffen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.

Regionale Dynamik und Unsicherheiten

Laut Takht-Ravanchi herrscht in der Region nahezu einmütige Ablehnung eines Krieges, wobei Oman, Katar und andere Akteure vermittelnd tätig sind. Russland hat erneut angeboten, angereichertes Uran wie bereits im Atomabkommen von 2015 aufzunehmen. Trotz der geplanten Gespräche bleiben Skepsis und Misstrauen bestehen, verstärkt durch israelische Angriffe im vergangenen Jahr und wechselnde US-Positionen. Iran will sich in Genf weiter um eine Einigung bemühen, erwartet aber auch von den USA nachweisbare Ernsthaftigkeit.

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