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Politik 06.08.2026, 01:19 Aktualisiert: 06.08.2026, 18:01

Iran und Oman nähern sich bei Hormus-Deal, Details offen – neue Spannungen im Jemen und Libanon

Iran bestätigt Einigung mit Oman über Koordinaten für Schifffahrtsroute, aber keine Öffnung der Straße.

Wichtige Fakten

  • Iran bestätigt Einigung mit Oman über Koordinaten für Schifffahrtsroute, aber keine Öffnung der Straße.
  • Iran verlangt Gebühren von 5-7% des Warenwerts, Oman strebt geringere Gebühr an.
  • USA lehnen Transitgebühren ab, US-Gespräche mit Iran laufen angeblich weiter.
  • Bei Huthi-Angriffen auf saudische Tanker und jemenitische Militärlager mindestens 38 Tote.
  • Zwei israelische Soldaten bei Explosion im Südlibanon getötet, erste Tote seit Waffenruhe.

Einigung trotz andauernder Blockade der Straße von Hormus

Iran und Oman haben sich nach iranischen Angaben auf eine gemeinsame Seeverwaltung in der Straße von Hormus verständigt. Laut dem Außenministerium in Teheran einigte man sich auf die geografischen Koordinaten einer neuen Route. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi betonte jedoch im iranischen Fernsehen, dass die Vereinbarung lediglich "maritime Steuerung" und die "Koordinierung des Schiffsverkehrs" betreffe – eine sofortige Wiedereröffnung der Meerenge sei daran nicht gekoppelt. Die USA waren an den Gesprächen nicht beteiligt und haben sich bislang offiziell nicht geäußert.

Gebührenstreit und amerikanische Reaktionen

Iran strebt Transitgebühren von fünf bis sieben Prozent des Warenwerts an, während Oman über eine geringere Gebühr verhandeln will, wie aus Kreisen verlautet. Die USA unter Präsident Donald Trump lehnen jegliche Abgaben auf Schifffahrtsrouten ab. Die Einigung zwischen Iran und Oman gibt Teheran nach Einschätzung von Analysten mehr Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert wird. Ali Vaez von der International Crisis Group erklärte im ARD-Interview, der Deal stärke Iran als Verhandlungspartner, er erwarte dennoch neue Gespräche mit den USAzur Resolution des Konflikts liefern. Die Straße bleibt vorerst für den Verkehr geschlossen

Eskalation in der Region

Unterdessen erschüttern weitere Konflikte den Nahen Osten. Im Jemen bekannten sich die Huthi-Rebellen zu Angriffen auf jemenitische Militärlager, die nach offiziellen Angaben mindestens 38 Regierungssoldaten das Leben kosteten – der höchste Verlust seit Jahren. Zudem attackierten die Huthi saudische Öltanker, Medienberichten zufolge die achte und neunte Attacke dieser Art in den letzten Wochen. So spitzt sich die Lage weiter zu, auch im Libanon und in Gaza dauern die Auseinandersetzungen an.

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