Iranische Geschäfte in Deutschland: Lücken im Sanktionssystem
Wichtige Fakten
- • Iranische Unternehmen wie die IFIC Holding AG operieren in Deutschland trotz US-Sanktionen.
- • Der Unternehmer Ali Ansari besitzt Immobilien in Deutschland und hat Verbindungen zum iranischen Regime.
- • Deutschland friert im Vergleich zu Italien deutlich weniger Gelder im Kampf gegen Geldwäsche ein.
- • Die EU hat erst seit September 2025 härtere Sanktionen gegen Iran verhängt.
- • Experten kritisieren Deutschlands geringen Verfolgungsdruck bei illegalen Geldströmen.
Recherchen zu iranischen Aktivitäten
Recherchen von Report Mainz zeigen, dass das iranische Regime trotz internationaler Sanktionen in Deutschland weiterhin Geschäfte betreibt, wobei Deutschland im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hinterherhinkt. Iranische Unternehmen wie die IFIC Holding AG in Düsseldorf und Unternehmer wie Ali Aliakbar Ansari, der Immobilien in Oberhausen und Frankfurt besitzt, operieren hierzulande, obwohl sie in den USA sanktioniert sind. Ansari, der enge Verbindungen zu Modschtaba Chamenei, dem designierten Nachfolger des iranischen Obersten Führers, haben soll, wurde von britischen Behörden sanktioniert, fehlt jedoch auf der EU-Liste.
Kritik an den deutschen Behörden
Experten wie Ulrich Göres kritisieren Deutschlands geringen Verfolgungsdruck im Vergleich zu anderen europäischen Ländern; während Italien jährlich Milliardenbeträge einfriert, bewegt sich Deutschland im Millionenbereich. Omid Nouripour, Grünen-Abgeordneter, fordert stärkere Kontrollen des finanziellen Netzwerks der Mullahs. Die EU hat erst seit September 2025 härtere Sanktionen verhängt, doch Schlupflöcher bleiben bestehen, was Insider als Drehscheibe für iranische Gelder beschreiben.
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