Iranischer Präsident bestreitet Atomwaffenambitionen und zeigt Scham nach Protesten
Wichtige Fakten
- • Präsident Masoud Pezeshkian bestreitet, dass Iran Atomwaffen anstrebt, bietet Verifikation an.
- • Pezeshkian äußert Scham über die staatliche Reaktion auf Proteste, spricht von Dienst am Volk.
- • UN-Atomwächter (IAEA) können seit Monaten Irans nukleare Bestände nicht inspizieren oder verifizieren.
- • Verhandlungen mit den USA stocken, Trump erwägt militärische Optionen und zweite Flugzeugträger-Gruppe.
- • Reformparteien kritisieren Pezeshkian wegen Schweigens zu Massenverhaftungen ihrer Führungspersonen.
Atomverhandlungen und innenpolitische Spannungen
Anlässlich des Jahrestags der Islamischen Revolution 1979 betonte Irans Präsident Masoud Pezeshkian in einer Rede die nationale Einheit und bestritt, dass sein Land Atomwaffen anstrebe. Er bot Verifikationen an, doch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) kann seit Monaten keine Inspektionen durchführen. Pezeshkian äußerte Scham über die staatliche Reaktion auf jüngere Proteste und versprach, den Geschädigten zu dienen, ging aber nicht direkt auf die Gewalt ein.
Proteste und innere Konflikte
Während staatliche Medien große pro-regierungsnahe Kundgebungen mit anti-amerikanischen Parolen zeigten, gab es Berichte über Gegendemonstrationen und Gedenken an getötete Kinder. Reformparteien kritisierten Pezeshkian dafür, dass er nicht gegen Massenverhaftungen ihrer Führung sprach, was als Bruch seiner Versprechen gewertet wird. Die Festgenommenen sollen sich in Einzelhaft befinden, während Sicherheitskräfte sie der Aufwiegelung bezichtigen.
Internationale Verhandlungen im Fokus
Die Verhandlungen mit den USA über das Atomprogramm stocken, wobei Pezeshkian Misstrauen aufgrund vergangener westlicher Aktionen beklagte. US-Präsident Donald Trump erwägt militärische Optionen, einschließlich einer zweiten Flugzeugträger-Gruppe im Nahen Osten. Iran ist bereit, über Urananreicherung zu sprechen, lehnt aber die Einbeziehung seines Raketenprogramms ab, das als Verteidigungsnotwendigkeit gilt. Diplomatische Bemühungen laufen, um die Gespräche am Leben zu erhalten.
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