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International 06.04.2026, 14:13 Aktualisiert: 06.04.2026, 18:02

Eskalation im Libanon: Schwere Angriffe zu Ostern und wachsende humanitäre Krise

Seit Anfang März fast 1.500 Tote und über 4.600 Verletzte im Libanon.

Wichtige Fakten

  • Seit Anfang März fast 1.500 Tote und über 4.600 Verletzte im Libanon.
  • Rund 1,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor den Kämpfen.
  • Israel will im Südlibanon eine Pufferzone einrichten und rückt vor.
  • Präsident Aoun fordert Friedensverhandlungen, Israel lehnt ab und will Hisbollah unschädlich machen.
  • Die Hisbollah griff zu Ostern Ziele in Nordisrael an und reklamierte einen Raketenangriff auf ein Kriegsschiff.

Fortgesetzte Angriffe trotz Osterfeiertagen

Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon auch während der Osterfeiertage fort. Laut libanesischen Behörden wurden seit Anfang März fast 1.500 Menschen getötet und mehr als 4.600 verletzt. Etwa 1,2 Millionen Menschen mussten ihre Heimatorte verlassen, viele suchen Zuflucht im Großraum Beirut. Besonders schwere Luftangriffe trafen am Ostersonntag die Hauptstadt Beirut und den Südlibanon, wobei allein an diesem Tag mindestens 15 Menschen starben. Israel gibt Hisbollah-Ziele an, während Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen zivile Opfer beklagen und vor Angriffen in dicht besiedelten Wohngebieten warnen.

Humanitäre Not und politische Reaktionen

Die humanitäre Lage ist katastrophal: Viele Vertriebene werden nicht willkommen geheißen, insbesondere schiitische Flüchtlinge aus Hisbollah-Hochburgen. Präsident Joseph Khalil Aoun verurteilt die israelischen Angriffe scharf und erneuert seine Forderung nach Friedensverhandlungen. Israel lehnt dies ab und zielt darauf, die Hisbollah „ein für alle Mal unschädlich zu machen“. Die Hisbollah, die den Konflikt nach der Tötung des iranischen Führers Ali Chamenei wiederaufnahm, griff ebenfalls zu Ostern an und beansprucht einen Raketenangriff auf ein israelisches Kriegsschiff.

Perspektiven und regionale Spannungen

Viele Bewohner, etwa 30.000 in Tyros, harren trotz Evakuierungsaufforderungen aus, aus Angst vor dauerhafter israelischer Besetzung. Israelische Truppen rücken vor, und die Regierung spricht von einer geplanten „Pufferzone“ im Südlibanon. Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben über 1.000 Kämpfer verloren. Die Jugend im Libanon sieht kaum noch Zukunftsperspektiven, und das Gefühl, dass das Land ins Chaos abgleiten könnte, ist weit verbreitet. Diplomatische Initiativen bleiben bisher erfolglos, während die Kämpfe andauern.

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