Israel setzt Luftangriffe im Libanon trotz Trump-Kritik und Iran-Abkommen fort
Wichtige Fakten
- • Israel drohnen Angriffe in Mansouri und Aaziyyeh, Jets greifen Nabatieh und Kfar Tebnit an.
- • Trumps Kritik: Netanyahu soll im Libanon-Konflikt verantwortungsloser handeln.
- • Iran warnt nach Todesfällen vor 'harter Antwort' bei israelischen Feindseligkeiten.
- • Pakistan vermittelt US-Iran-Abkommen, das auch den Libanon betrifft.
- • Über 3.800 Tote im Libanon, 30 israelische Soldaten und 4 Zivilisten getötet.
Neue israelische Angriffe im Südlibanon
Israelische Streitkräfte haben nach libanesischen Staatsmedien weitere Luftangriffe im Südlibanon durchgeführt, darunter Drohnenangriffe in Mansouri und Aaziyyeh sowie Jets-Angriffe auf Nabatieh al-Fawqa und Kfar Tebnit. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht, bestätigte jedoch, dass fünf Soldaten bei einem Hisbollah-Drohnenschlag verletzt wurden. Die Angriffe dauern an, obwohl US-Präsident Donald Trump zuvor Israels Vorgehen im Libanon kritisierte und behauptete, ohne die USA gäbe es kein Israel.
Trump bekräftigt Kritik an Netanjahu
Trump sagte beim G7-Treffen in Frankreich, Israels Premierminister müsse „verantwortungsvoller“ mit Blick auf den Libanon handeln. Er kritisierte die Kämpfe als zu lang mit zu vielen Toten und betonte sein gutes Verhältnis zu Netanjahu, missbilligte jedoch den letzten Angriff auf Beirut. Netanjahu erklärte, die israelischen Truppen würden „so lange wie nötig“ im Libanon bleiben. Irans oberste Militärspitze drohte nach israelischen Angriffen, die vier Menschen getötet hatten, mit einer „harten Antwort“.
Hochrangige Reaktionen aus dem Libanon und Iran
Hisbollah-Führer Nassim Qassem nannte das US-Iran-Abkommen einen „großen Sieg“ und forderte den Libanon auf, aus dieser Wende Nutzen zu ziehen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun bekräftigte einen unabhängigen Kurs bei Washingtoner Verhandlungen, begrüße aber Waffenruhen und Hilfe des Iran. Nach libanesischen Angaben wurden seit Konflikteskalation mehr als 3.800 Menschen getötet, überwiegend Zivilisten; israelische Behörden melden 30 gefallene Soldaten und vier zivile Opfer. Der US-Iran-Deal, ein Memorandum of Understanding, soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden, der genaue Text bleibt unveröffentlicht.
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