Israels Libanon-Offensive stärkt Hisbollah
Wichtige Fakten
- • Israelische Truppen erobern Festung Beaufort im Südlibanon.
- • Hisbollah gewann während israelischer Besatzung 1982-2000 an Popularität.
- • Libanesische Regierung ist geschwächt und bittet um Waffenruhe.
- • Israel und USA unterliefen bisher Aouns Plan gegen Hisbollah.
- • Gespräche finden ab morgen in Washington statt.
Symbolträchtiger Vormarsch
Israel hat im Südlibanon die mittelalterliche Festung Beaufort eingenommen. Ein israelischer Militärsprecher betonte, dass Ruhm durch die Schritte der Soldaten aufgebaut werde. Der Vorstoß hat symbolische Bedeutung, könnte jedoch unbeabsichtigte Folgen haben: Statt die Hisbollah zu schwächen, stärkt die Offensive sie, wie die Erfahrungen der israelischen Besatzung von 1982–2000 zeigen.
Geschwächte libanesische Regierung
Die libanesische Regierung unter Präsident Joseph Khalil Aoun steht unter Druck. Sie bemüht sich um eine Waffenruhe und den Aufbau einer starken Armee als Gegengewicht zur Hisbollah, wurde aber von Israel und den USA systematisch unterlaufen. Nachdem Israel Waffenruhen ignorierte und Aoun ignorierte, stimmte Washington schließlich nach iranischen Forderungen zu Verhandlungen zu.
Düsteres Szenario
Die Gespräche in Washington werden durch die anhaltenden Kämpfe überschattet. Befürchtet wird eine erneute längere Besatzung des Südlibanon, was historisch die Popularität der Hisbollah erst begründete.
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