Kampf um die Kultur: Zwischen nationaler Identität und künstlerischer Freiheit
Wichtige Fakten
- • AfD fordert patriotische Wende in der Kulturpolitik.
- • Stiftung Preußischer Kulturbesitz veranstaltete Demokratietag zur Kulturdebatte.
- • Bauhaus Dessau sieht Kunstfreiheit durch AfD-Positionen gefährdet.
- • Sachsen-Anhalt verabschiedete neues Kulturfördergesetz als Schutz kultureller Freiheit.
- • Marion Ackermann warnt vor Zensur bei staatlichen Eingriffen in die Kunst.
Debatte um Rolle der Kultur
Immer häufiger toben politische Kämpfe um Erinnerungskultur, Gender oder Migration. Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, warnt, dass diese Auseinandersetzungen das Vertrauen in Kulturinstitutionen untergraben können. Am 7. Juni veranstaltete die Stiftung einen Demokratietag auf der Berliner Museumsinsel, um über diese Themen zu diskutieren.
AfD und ihre Kulturpolitik
In Sachsen-Anhalt, wo im September ein neuer Landtag gewählt wird, spielt Kultur eine zentrale Rolle im Programm der AfD. Die Partei kündigt eine „patriotische Wende“ an, die deutschen Identitätsfindung fördern soll. Öffentliche Förderung solle vor allem solche Kunst unterstützen, die zur deutschen Identität beitrage. Gleichzeitig lehnt die Partei die Provenienzforschung ab, etwa zu NS-Raubkunst.
Kulturinstitutionen wehren sich
Das Bauhaus Dessau sieht darin einen Angriff auf die Kunstfreiheit. Direktorin Barbara Steiner betont die kritische Auseinandersetzung mit der Moderne. Die demokratischen Fraktionen im Landtag verabschiedeten ein neues Kulturfördergesetz, das Kunst- und Kulturförderung als Staatsziel verankert – ein Schutz vor politischer Einflussnahme.
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